Heftiger Kreuzungs-Crash mit möglicher Clan-Beteiligung in Berlin-Spandau

Berlin - Heftiger Crash: In der Nacht zu Mittwoch sind bei einem Autounfall in Berlin-Spandau sechs Menschen schwer verletzt worden. Am Unfallort ist es dabei zu Tumulten gekommen.

Feuerwehrleute befreien mehrere eingeklemmte Personen aus dem Wrack des Mitsubishi.
Feuerwehrleute befreien mehrere eingeklemmte Personen aus dem Wrack des Mitsubishi.  © Morris Pudwell

Nach bisherigen Erkenntnissen war eine 24-jährige Mitsubishi-Fahrerin gegen 23.20 Uhr auf dem Grünhofer Weg unterwegs, wie die Polizei am Vormittag mitteilte.

Dem Bericht zufolge soll sie an der Kreuzung zur Altonaer Straße die Vorfahrt eines von rechts kommenden VWs nicht beachtet haben, was zu einer heftigen Kollision führte.

Durch die Wucht des Aufpralls kam der Mitsubishi nach links von der Straße ab und blieb auf dem angrenzenden Gehweg stehen. Der VW drehte sich nach dem Zusammenstoß um die eigene Achse.

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Der 18-jährige VW-Fahrer und die 24 Jahre alte Frau sowie ihre Insassen, vier Männer im Alter von 23, 30, 51 und 52 Jahren, wurden bei dem Unfall schwer verletzt.

Die Feuerwehr musste die vier Männer, von denen drei in dem Mitsubishi eingeklemmt waren, mit hydraulischem Gerät befreien, bevor sie dem Rettungsdienst übergeben werden konnten. Nach Erstversorgung vor Ort wurden die sechs Unfallopfer ins Krankenhaus gebracht.

Der Unfall hat sich an der Kreuzung Altonaer Straße Ecke Grünhofer Weg in Berlin-Spandau ereignet.
Der Unfall hat sich an der Kreuzung Altonaer Straße Ecke Grünhofer Weg in Berlin-Spandau ereignet.  © Julian Stähle

Tumulte an der Unfallstelle: Pressefotograf wird beleidigt und bespuckt

Eine schwer verletzte Frau wird von der Feuerwehr abtransportiert.
Eine schwer verletzte Frau wird von der Feuerwehr abtransportiert.  © Morris Pudwell

Bei den Insassen des Mitsubishi soll es sich ersten Informationen zufolge um Mitglieder einer bekannten Berliner Großfamilie handeln.

Einige Angehörige der Verunfallten waren schnell an den Ort des Geschehens geeilt und haben einen Tumult ausgelöst.

Laut Polizei kam es dabei zum Streit zwischen einem 24-jährigen Angehörigen und einem 27-jährigen Pressefotografen. Letzterer soll demnach zunächst beleidigt und später noch angespuckt worden sein. Laut einem Augenzeugen soll der Mann als "Hurensohn" bezeichnet und mit "Ich f*** deine Mutter" angepöbelt worden sein.

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Der 27-Jährige erstattete Strafanzeige, sodass Einsatzkräfte die Identität des 24-Jährigen feststellten.

Unter dem Einsatz einer Hundertschaft nebst Diensthund und mehreren hinzugezogenen Streifenkräften sei es der Polizei schließlich gelungen, den Einsatzort weiträumig abzusperren und die Situation zu beruhigen.

Der Kreuzungsbereich musste für die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme bis 5.30 Uhr gesperrt werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Titelfoto: Julian Stähle

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