Hunderte demonstrieren gegen Räumung der linken Kiez-Kneipe "Meuterei" in Kreuzberg

Berlin - Mehr als tausend Menschen haben am Dienstagabend gegen die geplante Räumung der linken Kiezkneipe "Meuterei" in Berlin-Kreuzberg protestiert.

"Wir sind unregierbar. Meuterei & Rigaer 94 verteidigen" steht auf einem von Demonstranten gehaltenen Transparent.
"Wir sind unregierbar. Meuterei & Rigaer 94 verteidigen" steht auf einem von Demonstranten gehaltenen Transparent.  © Dominik Totaro

Der Demonstrationszug startete gegen 18.45 Uhr nahe der Kneipe in der Reichenberger Straße in Kreuzberg und zog nach Friedrichshain.

Die Stimmung der Teilnehmer aus der linken und linksradikalen Szene war aggressiv, laute Sprechchöre gegen Kapitalismus und die Polizei waren zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete.

Erste Böller flogen zum Start, Teilnehmer schossen einige Raketen ab und zündeten bengalisches Feuer.

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"Wir sind unregierbar", stand auf einem großen Transparent. Andere Transparente forderten "Hände weg von der Rigaer". Die überwiegend jungen und schwarz gekleideten Demonstranten liefen auch am teilbesetzten und umstrittenen Haus "Rigaer 94" vorbei.

In der Umgebung des Hauses wurde es noch einmal lauter, Böller wurden von den Dächern geworfen.

Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot vertreten, Polizisten mit Helm begleiteten den Aufzug an beiden Seiten.

Die Kneipe "Meuterei" soll am Donnerstagmorgen um 8 Uhr geräumt werden. Von Mittwochnachmittag bis Donnerstagabend hat die Polizei eine Sperrzone in der Umgebung verhängt. Im Internet rufen linke Gruppen schon länger zum Protest am Donnerstagmorgen auf.

"Meute bleibt" steht auf der Fassade eines Wohnhauses an der Reichenberger Straße in Berlin-Kreuzberg.
"Meute bleibt" steht auf der Fassade eines Wohnhauses an der Reichenberger Straße in Berlin-Kreuzberg.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Die Polizei wird mit einem großen Aufgebot präsent sein.

Titelfoto: Dominik Totaro

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