Hungern fürs Klima: Fast alle Aktivisten werfen das Handtuch, weil Politiker nicht reagieren

Berlin - Nach mehr als drei Wochen haben drei weitere Klimaaktivisten ihren Hungerstreik in Berlin abgebrochen. Dies teilte die Sprecherin der Aktion, Hannah Lübbert, am Mittwoch mit.

Simon ist einer der Klimaaktivisten, die sich in einem Camp im Regierungsviertel über drei Wochen im Hungerstreik befanden.
Simon ist einer der Klimaaktivisten, die sich in einem Camp im Regierungsviertel über drei Wochen im Hungerstreik befanden.  © Paul Zinken/dpa

Von ursprünglich sieben Teilnehmern haben somit inzwischen sechs wieder angefangen zu essen.

Die Aktion hatte am 30. August in der Nähe des Berliner Reichstagsgebäudes begonnen. Die Klimaaktivisten forderten ein öffentliches Gespräch mit den drei Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen sowie die Einsetzung eines Klima-Bürgerrats.

Es gebe keine Bereitschaft der Kandidaten zum Gespräch, erklärte Lübbert. "Würden wir weitermachen – wir würden sterben zugunsten eines kalten, fantasielosen politischen Weiter-So, das für alles Leben auf der Erde tödlich enden wird."

Ein junger Mann hat jedoch einen anderen Weg angekündigt: Zusammen mit einer Frau, die seit dieser Woche hungert, will er nach eigenen Angaben auch in einen "Durststreik" treten, sollte das für Donnerstagabend geforderte öffentliche Gespräch mit den Kanzlerkandidaten nicht zustande kommen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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