ICE zwischen Berlin und Hamburg geräumt: Spezialeinheit überwältigt Mann

Friesack -  Einsatzkräfte der Bundespolizei haben am Freitagnachmittag einen ICE von Berlin nach Hamburg in Friesack (Havelland) gestoppt, circa 320 Fahrgäste evakuiert und den Zug durchsucht.

Polizisten der Bundespolizei stehen vor den Fahrgästen des ICE in Friesack.
Polizisten der Bundespolizei stehen vor den Fahrgästen des ICE in Friesack.  © Julian Stähle

Die Bundespolizei bestätigte den Einsatz, wollte aber aus ermittlungstaktischen Gründen noch keine Details nennen.

"Es handelt sich um eine Bedrohungslage", teilte die Bundespolizei am späten Freitagnachmittag mit.  Verletzt wurde niemand.

Ein Mitreisender der Deutschen Presse-Agentur berichtete, dass die Polizisten in dem ICE nach einer Person suchten.

Laut einem Bericht der "Bild" soll es dabei um einen 30-jährigen Franzosen handeln. Dieser soll einen Schaffner bepöbelt und gedroht haben, den Schnellzug in die Luft zu sprengen, hieß es weiter.

Alle Passagiere wurden zunächst auf einen Parkplatz am Bahnhof in Friesack gebracht und mussten kurz darauf das Gelände verlassen.

Update, 19.57 Uhr: Einsatz beendet

Einsatzkräfte der Bundespolizei stehen am Freitag bei ihren Fahrzeugen.
Einsatzkräfte der Bundespolizei stehen am Freitag bei ihren Fahrzeugen.  © Tnn/dpa-Zentralbild/dpa

Am Abend teilte die Bundespolizei beim Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass der Einsatz inzwischen beendet sei. Der Zug und die Strecke seien freigegeben. 

Im Einsatz waren den Angaben zufolge etwa 40 Bundespolizisten sowie weitere Kräfte der Polizei Brandenburg, der Feuerwehr und ziviler Hilfsorganisationen.

Update, 17.38 Uhr: Pöbelnder Mann festgenommen

Blick auf den geräumten ICE in Friesack.
Blick auf den geräumten ICE in Friesack.  © Julian Stähle

Die Spezialeinheit der Bundespolizei hat einen auffällig gewordenen Fahrgast festgenommen. Der Mann sei pöbelnd durch den Zug gelaufen und dem Bordpersonal mit bedrohlichen Aussagen aufgefallen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die rund 320 Passagiere wurden gegen 13.15 Uhr zunächst auf den Bahnhof in Friesack gebracht und hielten sich am Nachmittag in der Ortschaft auf. 

Gegen 16.30 Uhr lief der Einsatz noch, der Mann sei aber bereits überwältigt worden, ohne dass jemand verletzt wurde, sagte der Sprecher. 

Titelfoto: Julian Stähle

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