War es der flüchtige Serien-Täter? Polizei sucht nach erneuter Vergewaltigung mit Großaufgebot

Potsdam - Die Potsdamer Polizei sucht nach einem Mann, der am Dienstagvormittag in einem Wald bei Potsdam eine junge Frau vergewaltigt haben soll.

Eine Polizistin steht vor einem Flatterband in dem Wald bei Potsdam.
Eine Polizistin steht vor einem Flatterband in dem Wald bei Potsdam.  © Julian Stähle

Polizisten aus ganz Brandenburg sowie der Bundespolizei und der Berliner Polizei unterstützen die Suche, teilte die Polizeidirektion West am Abend mit. 

Nach TAG24-Informationen ereignete sich der sexuelle Missbrauch in dem Waldstück, das zuvor bereits mehrfach Tatort war. Schwer bewaffnete Beamten haben das Gebiet den Angaben nach hermetisch abgeriegelt.

Die Polizei prüft, ob es Zusammenhänge mit den zuletzt geschehenen Sexualstraftaten in der Region gibt, kann dazu aber bisher nichts sagen.

Die junge Frau war laut Polizei am Vormittag einer Passantin in einem Waldstück zwischen Babelsberg und Dreilinden aufgefallen. 

Sie stand offensichtlich unter Schock und gab an, vergewaltigt worden zu sein. Sie kam später in ein Krankenhaus.

Nach ersten Erkenntnissen soll die Potsdamerin zuvor auf einem Waldweg gejoggt sein, als sie dort von dem Täter angesprochen und nach dem Weg gefragt wurde. Kurz darauf soll er sie überwältigt und vergewaltigt haben.

Erneut Joggerin vergewaltigt: Polizei sucht bei Potsdam nach Täter und prüft Zusammenhang

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.  © Julian Stähle

Eine erste vorläufige Personenbeschreibung des Täters wurde an alle Einsatzkräfte weitergegeben und eine großangelegte Täterfahndung eingeleitet, wie die Polizei weiter mitteilte. 

Die wenige Minuten nach der Erstmeldung eintreffenden Polizisten hätten in der Nähe des Tatortes einen Mann auf einem Fahrrad feststellen können, auf den die Täterbeschreibung sehr genau passte. 

Als er die Polizisten sah, floh er in den Wald und ließ dabei sein Fahrrad zurück. Die Polizisten verfolgten ihn und forderten ihn auf, anzuhalten. Dabei schoss ein Beamter mehrere Warnschüsse in die Luft. Der Tatverdächtige flüchtete jedoch weiter. Verletzt wurde durch die Schüsse niemand.

Der mutmaßliche Sexualstraftäter trägt laut Polizei einen schwarzen Vollbart und hat schwarze kurze Haare. 

Er war mit einer schwarzen Jogginghose, T-Shirt und weißem Cap bekleidet und hat englisch gesprochen. Er war mit einem blauen Fahrrad unterwegs.

Auch ein Polizeihubschrauber, eine Drohne sowie mehrere Polizeifährtenhunde und Polizeipferde der Bundespolizei kamen zum Einsatz. Diese Suche dauerte am Abend an.

In Berlin und Brandenburg ist seit etwa Mitte Juni ein 30-Jähriger unterwegs, der bereits mehrere Frauen vergewaltigt haben soll und der von der Polizei als Serienvergewaltiger eingeschätzt wird. 

Er soll zwischen dem 12. und 30. Juni sieben Taten begangen haben: Fünf davon im Grunewald oder dessen näherer Umgebung im Berliner Südwesten, eine im brandenburgischen Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) und eine in Bernau nordöstlich von Berlin. 

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung haben Berliner Ermittler den Mann zu Beginn dieser Woche identifiziert. Sein Aufenthaltsort ist aber nicht bekannt.

Titelfoto: Julian Stähle

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