Gefälschtes Attest? Polizei ermittelt gegen AfD-Bundestagsabgeordneten ohne Maske

Berlin - Der AfD-Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse (55) wurde am Rande des Protests gegen die Reform des Infektionsschutzgesetzes am 18. November in Berlin kurzzeitig festgenommen wurde. Zeigte er den Polizisten ein gefälschtes Attest vor, um sich vor der Maskenpflicht drücken?

Karsten Hilse (55), AfD-Bundestagsabgeordneter, spricht bei der Sitzung des Bundestags.
Karsten Hilse (55), AfD-Bundestagsabgeordneter, spricht bei der Sitzung des Bundestags.  © Kay Nietfeld/dpa

Laut B.Z. ermittelt die Berliner Polizei gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten wegen des Verdachts der Fälschung von Gesundheitszeugnissen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Laut Polizeiangaben trug Hilse am vergangenen Mittwoch vor der Sitzung des Bundestags zum neuen Infektionsschutzgesetz am Pariser Platz keine Mund-Nasen-Bedeckung, obwohl diese in Berlin bei Demonstrationen derzeit vorgeschrieben ist.

Hilses Angaben zufolge hätten Polizisten ein Attest nicht anerkannt, da darin keine konkrete Krankheit angegeben sei.

Laut Polizei soll Hilse sich als Mitglied des Bundestags ausgewiesen und Widerstand geleistet haben.

Auch in den Gebäuden des Deutschen Bundestages herrscht Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Die Nachricht und Videos von der Festnahme verbreiteten sich zuerst über Accounts von AfD-Politikern auf Facebook und Twitter. Auf den Videos ist zu sehen, wie Hilse von Polizisten auf den Boden gedrückt und später abgeführt wird.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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