Kaum Nachfrage: Berlin plant Rückgabe von bis zu 62.400 Dosen AstraZeneca

Berlin - Berlin will bis zu 62.400 nicht genutzte Impfdosen gegen Corona an den Bund zurückgeben.

Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums nimmt eine Impfdose vom Impfstoff AstraZeneca vom Tisch. Berlin plant die Rückgabe von 62.400 Dosen des Vakzins an den Bund.
Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums nimmt eine Impfdose vom Impfstoff AstraZeneca vom Tisch. Berlin plant die Rückgabe von 62.400 Dosen des Vakzins an den Bund.  © Marcus Brandt/dpa

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus der Gesundheitsverwaltung. Demnach handelt es sich um den aktuellen Lagerbestand des Vakzins von AstraZeneca, der noch mehrere Monate haltbar ist.

Der Impfstoff wird schon seit längerem kaum noch nachgefragt. Ein Grund ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), zum besseren Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Delta allen mit AstraZeneca Erstgeimpften beim zweiten Piks einen mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna zu verabreichen.

In einem der dpa vorliegenden Schreiben hat der Bund den Ländern nun die Möglichkeit eröffnet, "Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen", an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

Hamburg etwa will vor dem Hintergrund rund 60.000 Impfdosen von AstraZeneca zurückgeben, andere Länder prüfen noch.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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