Kippt die Corona-Sperrstunde? Neue Eilanträge beim Berliner Verwaltungsgericht

Berlin - Droht die Corona-Sperrstunde in Berlin zu kippen? Immer mehr Gastronomen stellen beim Berliner Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die angeordnete Zwangsschließung. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (55, SPD) plant zur Durchsetzung sogar eine Gesetzesänderung.

Immer mehr Gastronomen stellen beim Berliner Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Corona-Sperrstunde in Berlin, nachdem elf ihrer Kollegen Recht bekommen haben. (Symbolfoto)
Immer mehr Gastronomen stellen beim Berliner Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Corona-Sperrstunde in Berlin, nachdem elf ihrer Kollegen Recht bekommen haben. (Symbolfoto)  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Erfolg mehrerer Gastronomen vor dem Berliner Verwaltungsgericht haben weitere Betriebe dort Eilanträge gegen die vom Senat erlassene Sperrstunde eingereicht.

Beim Gericht seien aktuell 20 neue Eilverfahren anhängig, hinter denen rund 35 Gastro-Unternehmen stünden, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Wann über diese Fälle entschieden wird, blieb zunächst offen.

Der Berliner Senat hatte aufgrund der Corona-Krise für Kneipen und Restaurants kürzlich eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr erlassen. Elf Gastronomen klagten dagegen vor dem Verwaltungsgericht - und bekamen vergangene Woche Recht.

Zwar legte der Senat Beschwerde bei der nächsten Instanz, dem Oberverwaltungsgericht, ein. Doch die elf Wirte dürfen trotzdem vorerst wieder länger aufmachen. Das ab 23 Uhr ebenfalls gültige Ausschankverbot alkoholischer Getränke gilt für sie allerdings weiterhin.

Michael Müller hatte nach einer Senatssitzung am Dienstag angekündigt, die Sperrstunde gerichtsfest zu machen. Geplant seien eine Verordnung und eine Gesetzesänderung, um die Maßnahme entsprechend "nachzuschärfen".

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

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