Künstler in der Corona-Klemme: Herbert Grönemeyer nimmt Reiche in Geiselhaft

Berlin - Der Musiker Herbert Grönemeyer (64, "Mensch") hat zur Stützung der coronabedingt darbenden Kulturszene mehr Einsatz von Wohlhabenden gefordert.

Der Musiker Herbert Grönemeyer (64) spricht bei der Demonstration "Existenzkrise in der Veranstaltungswirtschaft" des Bündnisses #AlarmstufeRot vor dem Brandenburger Tor.
Der Musiker Herbert Grönemeyer (64) spricht bei der Demonstration "Existenzkrise in der Veranstaltungswirtschaft" des Bündnisses #AlarmstufeRot vor dem Brandenburger Tor.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

In der Zeit sprach sich der 64-Jährige für eine "Kultur der gemeinsamen Verantwortung und des Mitgefühls" aus. "Wäre die Zeit nicht günstig für eine Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten", fragte Grönemeyer.

Sie könnten mit Sonderzahlungen die Not im Kreativbereich lindern: "Wenn sich die Wohlhabendsten bereit erklären würden zu einer zweimaligen Sonderzahlung von zum Beispiel 50.000 bis 150.000 Euro, jeweils in diesem wie auch im nächsten Jahr, stünden ad hoc circa 200 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung, um Existenzen zu sichern, Pleiten aufzufangen und Ängste zu mildern", sagte Grönemeyer. 

Er bezog sich dabei auf "circa 1,8 Millionen Millionäre", die es in Deutschland gebe.

Eine Gesellschaft sei wie eine Familie. Es sei an der Zeit, dass die reichsten Familienmitglieder den Ärmeren helfen. 

"Nicht nur die Regierung, auch eine Gesellschaft, eine Familie muss sich bewegen und handeln und tun, was sie kann."

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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