Biermeile-Aus nach über zwei Jahrzehnten: So "nüchtern" reagiert der Senat

Berlin – Die berühmte und allseits beliebte Biermeile, die jährlich im Spätsommer die Karl-Marx-Allee in Friedrichshain in einen Ausnahmezustand versetzte, ist Geschichte. Schade drum? Das sagt der Senat!

Die Biermeile ist passé.
Die Biermeile ist passé.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Schock ging durch Berlin, als im Februar bekannt wurde, dass das traditionelle Straßenfest, bei dem etliche nationale und internationale Bierbrauer zusammenkamen und ihr Gebräu unter die Leute brachten, nicht wieder stattfinden wird. Die Auflagen und Kosten seien schlicht zu hoch geworden, hieß es vonseiten der Veranstalter.

Nun äußert sich der Senat zum Ende der Großveranstaltung. Auf Anfrage des AfD-Abgeordneten Dieter Neuendorf, wie man den Werbeeffekt und den wirtschaftlichen Nutzen der Biermeile bewerte, antwortete die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz:

"Da es vor 23 Jahren kaum Großveranstaltungen im Ortsteil Friedrichshain gab, wurde die Veranstaltung zur Belebung der Karl-Marx-Allee initiiert und in den letzten Jahren sowohl von {...} Touristen als auch von {...} Berlinern besucht. Auch wenn die Veranstaltung von Gästen aus Berlin dominiert wurde, zeigen die vorliegenden Daten aus 2019 eine Verdopplung der Touristenzahlen in der Karl-Marx-Allee am Tag des Festivals im Vergleich zu anderen Tagen im August." Stadtweit habe das Event jedoch keine signifikanten Auswirkungen auf Touristenzahlen, hieß es weiter.

Zudem wollte Neuendorf wissen, wie der Senat den Umstand bewerte, dass der Veranstalter aufgegeben hat. "Dem Senat obliegt es nicht, den Rückzug des bisherigen Veranstalters aus der Organisation des Internationalen Berliner Bierfestivals zu bewerten", war die im wahrsten Sinne des Wortes nüchterne Antwort.

Der Veranstalter gab das jährlich stattfindende Festival auf, weil Auflagen und Kosten zu hoch wurden.
Der Veranstalter gab das jährlich stattfindende Festival auf, weil Auflagen und Kosten zu hoch wurden.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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