Läuft's wieder aus dem Ruder? Boots-Demo fordert mehr Freiheiten für Partys und Clubs in Berlin

Berlin - Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene wollen am Sonntag (12 Uhr) mit Booten und Musik auf dem Wasser für weitere Freiheiten in der Corona-Pandemie protestieren.

Im vergangenen Jahr demonstrierten etwa 3000 Menschen auf Booten auf dem Landwehrkanal in Berlin.
Im vergangenen Jahr demonstrierten etwa 3000 Menschen auf Booten auf dem Landwehrkanal in Berlin.  © dpa/Vincent Bruckmann

Die Veranstalter kritisieren, dass Sport im Freien in Gruppen und ohne Abstand möglich sei, Tanzen werde aber auch künftig strenger reglementiert. Seit Freitag kann in den Berliner Clubs draußen wieder getanzt werden. Die Besucher müssen negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen.

Die Boote starten auf dem Landwehrkanal an der Lohmühlenbrücke zwischen Kreuzberg und Neukölln, fahren bis zum Hafen Neukölln nahe der Sonnenallee und wieder zurück zur Schleuse zwischen Landwehrkanal und Spree.

Ein Teil der Boote soll dann auf der Spree bis zum Treptower Park weiterfahren. Dort ist nahe der Insel der Jugend am Nachmittag eine "Abschlusstanzkundgebung" geplant.

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Erwartet werden bis zu 2500 Teilnehmer.

In diesem Jahr sind 2500 Teilnehmer angekündigt.
In diesem Jahr sind 2500 Teilnehmer angekündigt.  © dpa/Vincent Bruckmann

Vor einem Jahr hatte an Pfingsten eine Protestaktion und Party mit Schlauchbooten auf dem Landwehrkanal für Irritationen gesorgt. Etwa 3000 Menschen nahmen teil. Im Urbanhafen schwammen am Schluss dicht an dicht zahlreiche Schlauchboote voller Menschen, am Ufer wurde gefeiert.

Die meisten Teilnehmer hielten weder Abstandsregeln ein, noch trugen sie einen Mundschutz. Politiker und auch Clubvertreter kritisierten die Veranstaltung.

Titelfoto: dpa/Vincent Bruckmann

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