"Sonnenallee"-Autor Thomas Brussig würdigt DDR-Schauspiellegende Herbert Köfer

Berlin - Der Schriftsteller Thomas Brussig hat (56) dem "Jahrhundertliebling" Herbert Köfer zum 100. Geburtstag gratuliert.

Der Schriftsteller Thomas Brussig hat (56) dem "Jahrhundertliebling" Herbert Köfer zum runden Geburtstag gratuliert. (Bildmontage)
Der Schriftsteller Thomas Brussig hat (56) dem "Jahrhundertliebling" Herbert Köfer zum runden Geburtstag gratuliert. (Bildmontage)  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa, Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

In der "Süddeutschen Zeitung" zeichnete Brussig ("Sonnenallee") am Mittwoch das Leben des Schauspielers zwischen Ost und West nach.

Er beschreibt ihn dabei so: "Wenn es Traum-Schwiegersöhne gibt, dann war Herbert Köfer der Typ des Traum-Nachbarn. Er war eher der Schlichter denn der Streiter, eher der Angler denn der Wanderer. Optimistisch, heiter und mit einem von allem Dünkel befreiten und dennoch adligen Gemüt."

Beispielhaft sei Köfers Umgang mit dem Berlinerischen, dem "Problembär unter den Dialekten".

Er verstehe es, hochdeutsch zu berlinern. Köfer gilt als ältester noch aktiver Film- und Theaterschauspieler in Deutschland, er feierte am Mittwoch seinen runden Geburtstag.

Der gebürtige Berliner moderierte 1952 die erste Sendung des DDR-Fernsehens und auch die letzte nach der Wende. Zu seinen Filmen gehören "Nackt unter Wölfen" und "Wolf unter Wölfen".

Thomas Brussig schreibt, der Titel jener Serie, die Köfer zu DDR-Zeiten zum Dauer-Fernsehliebling machte, sei zugleich ein geflügeltes Wort geworden, das sich bis in die Gegenwart gehalten habe: "Rentner haben niemals Zeit". Für Köfer sei dieser Titel zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung geworden.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa, Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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