Trotz Corona: Berlinale soll 2021 stattfinden

Berlin - Die Berlinale soll im Februar 2021 trotz Corona-Pandemie stattfinden. Geplant sei ein "physisch stattfindendes Festival", teilten die Internationalen Filmfestspiele in Berlin mit.

Trotz der Corona-Pandemie soll die Berlinale 2021 wie gewohnt mit viel physischer Präsenz stattfinden. (Symbolfoto)
Trotz der Corona-Pandemie soll die Berlinale 2021 wie gewohnt mit viel physischer Präsenz stattfinden. (Symbolfoto)  © Michael Kappeler/dpa

Dabei solle "die größtmögliche Sicherheit" aller Gäste gewährleistet werden. Die Berlinale findet vom 11. bis 21. Februar 2021 statt. Sie zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt.

"Wir halten uns an die Regeln, die dann Gültigkeit haben", sagte eine Sprecherin. Im Kino muss also voraussichtlich Abstand gehalten werden. Es könnte sein, dass insgesamt weniger Filme laufen. Einzelne Produktionen könnten öfter gezeigt werden - dann hätten mehr Zuschauer die Chance, einen Film trotz weniger Kinoplätze zu sehen.

Zudem sollen die Schauspielpreise künftig nicht mehr an eine "beste Darstellerin" und einen "besten Darsteller" gehen. Vielmehr werden in Zukunft Silberne Bären für die beste Leistung in einer Haupt- und einer Nebenrolle vergeben.

"Die Auszeichnungen im Schauspielfach nicht mehr nach Geschlechtern zu trennen, ist ein Signal für ein gendergerechteres Bewusstsein in der Filmbranche", teilten die Leiter Mariette Rissenbeek (64) und Carlo Chatrian (48) mit.

Ersetzt werden soll dann auch der Alfred-Bauer-Preis. Hintergrund sind Recherchen zur Vergangenheit des ersten Festivalleiters Alfred Bauer im Nationalsozialismus. 

Die Auswertung einer externen fachwissenschaftlichen Untersuchung werde im Spätsommer vorliegen und dann veröffentlicht, erklärte die Festivalleitung. In Zukunft soll ein Silberner Bär "Preis der Jury" vergeben werden.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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