Trotz Corona: In Berlin darf wieder jeder zweite Kinosessel vergeben werden

Berlin - Monatelang waren die Kinos wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Inzwischen haben sie wieder Gäste, aber immer noch wirtschaftliche Schwierigkeiten. Berlin sucht nach Lösungen.

Die leeren Sitze im Kinosaal des Cineplex Alhambra könnten sich in Zukunft wieder zur Hälfte füllen.
Die leeren Sitze im Kinosaal des Cineplex Alhambra könnten sich in Zukunft wieder zur Hälfte füllen.  © Fabian Sommer/dpa

Bisher gelten coronabedingt auch in den Kinos strenge Abstandsregeln. Vorgeschrieben sind in Berlin 1,50 Meter. Künftig dürfen Kinobesucher wieder etwas enger zusammenrücken.

Allerdings darf dann nur jeder zweite Platz besetzt werden. 

Darauf hat sich der rot-rot-grüne Senat am Dienstag verständigt, wie Kultursenator Klaus Lederer (46, Die Linke) mitteilte. Voraussetzung seien gute Belüftung und Einhalten der Maskenpflicht.

Der Senat kommt damit einer Forderung der Kino-Betreiber nach, die verlangt hatten, die Abstandsregelung zu reduzieren. Sie hatten argumentiert, sie könnten derzeit nur maximal 20 Prozent ihrer Kapazitäten nutzen, was sich negativ auf die Starttermine neuer Filme auswirke.

Für Theater und Konzerthäuser soll diese Regelung zunächst nicht gelten, sagte Lederer. Darüber soll entschieden werden, wenn Erfahrungen zu den Folgen der neuen Regelung in den Kinos vorliegen.

Aufbruchstimmung in der Kinobranche nach monatelanger Schließung

Monatelang hatten die Kinos geschlossen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Nun gelten in jedem Bundesland andere Vorgaben. Wenn in Berlin künftig etwas weniger Abstand erlaubt ist, können mehr Besucher in einen Kinosaal. Die Betreiber könnten also mehr Tickets verkaufen - vorausgesetzt, die Menschen zieht es jetzt im Sommer ins Kino.

Denn ein Problem haben die Filmtheater: Viele Filmstarts sind verschoben. Nicht nur der neue "James Bond" lief bisher nicht, auch andere Produktionen sind aufgeschoben. Die Betreiber hoffen, dass Verleiher einen neuen Film eher ins Kino bringen, wenn wieder mehr Menschen pro Kinosaal zugucken dürfen.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa, 123RF/starlineart (Bildmontage)

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