Länger weg, als sie stand: So gedenkt Berlin dem Mauerfall vor 33 Jahren

Berlin - Mit einer zentralen Gedenkveranstaltung erinnert Berlin am Mittwoch (9 Uhr) an die Friedliche Revolution und den Mauerfall vor 33 Jahren.

Ein historischer Moment. Vor 33 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer.
Ein historischer Moment. Vor 33 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Berliner Mauer.  © dpa +++ dpa-Bildfunk +++

An der Gedenkstätte in der Bernauer Straße nehmen daran unter Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (44, SPD) und Kulturstaatsministerin Claudia Roth (67, Grüne) teil.

Im Rahmen der Veranstaltung tritt der belarussische Volny-Chor auf. Er ist im August 2020 als Reaktion auf die Repressionen in Belarus entstanden.

Nach Angaben der Organisatoren werden die Sängerinnen und Sänger Masken tragen, um anonym zu bleiben und sich so vor Verfolgung zu schützen. Zu den Teilnehmern der Veranstaltung in der Gedenkstätte gehören auch rund 200 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Frankreich und Norwegen.

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Am 9. November 1989 hatte die damalige DDR-Führung nach einer großen Ausreisewelle und massiven Demonstrationen der Opposition die Grenzen zur Bundesrepublik geöffnet und allen DDR-Bürgern das Reisen erlaubt. Weniger als ein Jahr später kam die deutsche Vereinigung am 3. Oktober 1990.

Die Berliner Mauer ist am 13. August 1961 errichtet worden. 28 Jahre später fiel sie und ist damit nun länger weg, als sie stand.

Bürgermeisterin Franziska Giffey erinnert an Novemberpogrome

Der 9. November steht aber auch für zwei weitere Ereignisse der deutschen Geschichte: 1918 wurde an dem Tag in Berlin die Republik ausgerufen. Am 9. November 1938 wurden bei Pogromen im nationalsozialistischen Deutschland Synagogen und andere jüdische Einrichtungen zerstört und Juden getötet.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Giffey hält am Mittwochabend (19 Uhr) eine Ansprache bei der Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde zum 84. Jahrestag der Novemberpogrome am Jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstraße.

Titelfoto: dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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