Landesweiter Warntag: Keine Sirenen in Berlin

Berlin - Beim ersten bundesweiten Katastrophen-Warntag seit Jahrzehnten werden in Berlin keine Sirenen heulen, wie es am 10. September in weiten Teilen Deutschlands geplant ist.

Während des Landesweiten Warntags am 10. September 2020 werden in Berlin die Sirenen schweigen. Stattdessen sollen andere Informationsquellen herangezogen werden. (Symbolbild)
Während des Landesweiten Warntags am 10. September 2020 werden in Berlin die Sirenen schweigen. Stattdessen sollen andere Informationsquellen herangezogen werden. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

In einem dicht besiedelten Raum, wie Berlin, sollen die Informationen aber möglichst genau und an bestimmte Orte angepasst übermittelt werden. 

Dafür seien das Internet und Rundfunkansagen besser geeignet, erklärten das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Senat.

Außerdem gibt es in Berlin gar keine Warnsirenen mehr. "Die Zivilschutzsirenen des Bundes wurden in Berlin Anfang der 90er Jahre abgebaut", teilte die Senatsinnenverwaltung mit.

"Wir empfehlen für alle Gefahrenlagen insbesondere die Warn-Apps, in denen bundesweit und auf Wunsch auch kleinteilig beliebige Orte bzw. Gebiete "abonniert" werden können und die auch ergänzende Inhalte wie behördliche Verhaltensempfehlungen ermöglichen."

Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung gibt es am 10. September 2020 wieder einen bundesweiten Katastrophen-Warntag, an dem die Warntechnik flächendeckend getestet wird und die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert werden soll.

Um 11 Uhr werden Sirenen heulen, Warn-Apps piepen, Rundfunksender ihre Programme unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen. Künftig soll der Warntag jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden.

Die Warn-App "Nina" wird derzeit von rund 7,6 Millionen Menschen genutzt. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie wurde sie deutlich häufiger heruntergeladen. 

Über die App warnt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe vor Gefahren wie Bränden, radioaktiver Strahlung, Stromausfällen, Erdbeben oder Überschwemmungen.

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa, Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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