Zwei Jahre nach Messer-Attacke auf Musik-Club: Prozess beginnt

Frankfurt (Oder) - Wegen des Überfalls auf die Diskothek "Frosch" in Frankfurt (Oder) muss sich ab Montag (9 Uhr) ein gebürtiger Syrer vor Gericht verantworten.

Das Gebäude des Clubs "le frosch" in Frankfurt (Oder). (Archivbild)
Das Gebäude des Clubs "le frosch" in Frankfurt (Oder). (Archivbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Er soll zu einer Gruppe aus 10 bis 15 Flüchtlingen gehört haben, die den Club laut Anklage im August 2018 nach einem Streit mit Stangen, Messern, Steinen und Gürteln angegriffen und Besucher attackiert hatten.

Ursprünglich waren für die Tat vier Syrer und ein Palästinenser im Alter zwischen 22 und 42 Jahren angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wirft ihnen unter anderem schweren Landfriedensbruch, Bedrohung und gefährliche Körperverletzung vor. 

Das Landgericht hat nach Angaben eines Gerichtssprechers jedoch das Verfahren gegen vier Angeklagte abgetrennt. 

Als Grund wird das Risiko einer Corona-Ansteckung genannt. Allein auf der Seite der Beschuldigten hätten inklusive Verteidigern und Dolmetschern mehr als 15 Personen gesessen, wenn gegen alle fünf verhandelt würde, hieß es.

Gegen die vier weiteren Beschuldigten soll im kommenden Jahr der Prozess starten. Ob sie dann gemeinsam auf der Anklagebank sitzen, hängt nach den Angaben von der Entwicklung des Infektionsgeschehens ab. Im Zusammenhang mit dem "Frosch"-Überfall hatte Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke (36, Die Linke) drei Ausweisungsverfahren angestrebt. 

Eines davon ist nach Angaben der Stadt noch nicht abgeschlossen, ein weiteres wurde eingestellt, weil der Betreffende nicht mehr in der Stadt lebt. Ein dritter Mann wird ausgewiesen, sobald seine Haftstrafen verbüßt sind.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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