Lehrer wegen rechtsextremen Tattoos entlassen: Jetzt ist das Urteil gefallen

Oranienburg - Weil er seine rechtsextreme Tätowierung vor Schülern gezeigt hat, ist ein Lehrer in Oranienburg zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt worden.

Die "schwarze Sonne" ist wichtiges Ersatz- und Erkennungssymbol der rechtsextremen Szene. (Symbolbild)
Die "schwarze Sonne" ist wichtiges Ersatz- und Erkennungssymbol der rechtsextremen Szene. (Symbolbild)  © Caroline Seidel/dpa

Der Mann sei des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen schuldig gesprochen worden, teilte eine Sprecherin des Amtsgerichts Oranienburg am Montagabend mit.

Der Mann war im Juli 2018 auf einem Schulfest am Bernsteinsee (Barnim) als Schiedsrichter im Einsatz gewesen. Als er sein T-Shirt auszog, kamen der Wahlspruch der SS, "Meine Ehre heißt Treue", sowie weitere rechte Tattoos zum Vorschein. 

Ein Zeuge fotografierte den Lehrer mit blankem Oberkörper. Die Hennigsdorfer Oberschule (Oberhavel) kündigte dem 37-Jährigen daraufhin.

Der Mann hatte im Prozess laut Sprecherin bestritten, eine rechte Gesinnung zu haben. Nach seinen Angaben habe er die Tattoos gemacht, weil er sich erst für die Wikinger und später dann für die Germanen interessiert habe.

Titelfoto: Caroline Seidel/dpa

Mehr zum Thema Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0