"Liebig 34": Pressefreiheit bei Räumung verletzt und Polizeigewalt gegen Journalisten?

Berlin - Gewalt gegen Journalisten? Die Räumung des linksradikalen Symbolobjekts in der Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain schlägt weiter hohe Wellen. Nun sind Vorwürfe aufgekommen, dass während der Räumung die Pressefreiheit eingeschränkt worden sei. Es soll sogar zu Übergriffen auf beteiligte Journalisten gekommen sein.

Polizisten und Demonstranten stehen sich bei der Räumung der "Liebig 34" gegenüber. Während der Polizeiaktion soll es auch Übergriffe auf Journalisten gegeben haben.
Polizisten und Demonstranten stehen sich bei der Räumung der "Liebig 34" gegenüber. Während der Polizeiaktion soll es auch Übergriffe auf Journalisten gegeben haben.  © Fabian Sommer/dpa

Die Hauptstadt-Polizei hat diese Vorwürfe jedoch zurückgewiesen. 

"Die Pressefreiheit war gewährleistet. Für Dutzende Journalisten war ein extra gesicherter Bereich in Sichtweite des Hauses eingerichtet, in dem sie sich frei bewegen konnten", sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Montag.

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) hatte zuvor kritisiert, die Polizei habe die Pressearbeit behindert. Es sei auch zu körperlichen Angriffen gegen Journalisten gekommen, teilte die dju am Montag über die Gewerkschaft Verdi mit.

Demnach sollen bei den Protesten etwa 20 Journalisten und Journalistinnen geschubst, geschlagen oder eingeschüchtert worden sein. Im näheren Umfeld der "Liebig 34" seien die Bürgerrechte ausgesetzt gewesen.

Die Polizei verstehe sich als Garantin der Grundrechte, betonte Polizeisprecher Cablitz. Er sei auch vor Ort und jederzeit ansprechbar gewesen.

Sollte es zu Auseinandersetzungen von Polizisten und Journalisten gekommen sein, sollten diese angezeigt werden, damit ermittelt werden könne.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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