Steinwürfe auf Polizisten: Weitere Proteste nach Räumung der Kiez-Kneipe "Syndikat"

Berlin - Nach der Räumung der umkämpften linken Kiez-Kneipe "Syndikat" in Berlin-Neukölln hat es am Freitagabend erneut Protest gegeben. Die Polizei sei vor Ort, sagte ein Sprecher.

Polizeibeamte gehen in Rauch gehüllt in der Weisestraße.
Polizeibeamte gehen in Rauch gehüllt in der Weisestraße.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Zu der Demonstration sei spontan aufgerufen worden. Laut "Tagesspiegel" kam es am späteren Abend zu Rangeleien zwischen Aktivisten und Einsatzkräften. 

Aktivisten hätten Pyrotechnik gezündet und Steine auf die Polizei geworfen, diese habe Pfefferspray eingesetzt. Ein Sprecher des Polizei-Lagezentrums äußerte sich dazu auf Anfrage nicht.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) sagte in der RBB-Abendschau, viele wollten weiter protestieren. Es sei eine wichtige Institution im Bezirk verloren gegangen.

In der Nacht zum Freitag und am Morgen hatten weit mehr als Tausend Menschen in den Straßen rund um die Kneipe laut und zum Teil aggressiv gegen die Räumung protestiert. Vereinzelt kam es dabei auch zu Steinwürfen auf Polizisten und zu Rangeleien.

Die Polizei nahm mehr als 40 Menschen fest. Mehrere Hundert Beamte waren im Einsatz. 

Polizisten und Demonstranten stehen sich gegenüber.
Polizisten und Demonstranten stehen sich gegenüber.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Ein weiterer Protest am Nachmittag sei friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher.

Update, 8.10 Uhr

In der Nacht zum Samstag hat es wegen der Räumung der umkämpften linken Kiezkneipe "Syndikat" in Berlin-Neukölln keine weiteren Krawalle mehr gegeben. Etwa ab Mitternacht habe sich die Lage beruhigt, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen. Auch weitere Festnahmen habe es nicht gegeben. Beamte seien dort aber nach wie vor im Einsatz.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

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