60 Festnahmen nach Räumung der Kiez-Kneipe "Meuterei"

Berlin - Nach der Räumung der zur linken Szene gerechneten Kiez-Kneipe "Meuterei" in Berlin-Kreuzberg hat es insgesamt 60 Festnahmen gegeben.

Nach der Räumung der Kiez-Kneipe "Meuterei" in Berlin-Kreuzberg hat es insgesamt 60 Festnahmen gegeben
Nach der Räumung der Kiez-Kneipe "Meuterei" in Berlin-Kreuzberg hat es insgesamt 60 Festnahmen gegeben  © Dominik Totaro

Grund dafür waren unter anderem Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Bis zum späten Donnerstagnachmittag nahm die Polizei demnach zunächst 36 Personen, darunter 14 Frauen und 22 Männer, vorläufig fest.

Am Donnerstagabend kamen dann bei zwei weiteren Veranstaltungen, die im Zusammenhang mit der Räumung standen, 24 Festnahmen hinzu, wie eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen sagte.

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Zudem habe es in der Nacht zu Freitag noch einzelne Sachbeschädigungen unter anderem an Fahrzeugen gegeben. Hier muss ein Zusammenhang aber noch geprüft werden.

Die Polizei hatte die Kneipe am Donnerstagmorgen geräumt. Dabei waren etwa 1100 Polizisten für Absperrungen und die Begleitung von Demonstrationen im Einsatz. Die Räumung der "Meuterei" galt als eines der Symbole für die Verdrängung alternativer Orte in Berlin.

"Ohne Meute gibt's 'ne Meute" steht auf dem Banner, das linke Demonstranten mit schwarzen Regenschirmen halten. Nach Räumung der zur linken Szene gerechneten Kiez-Kneipe "Meuterei" in Kreuzberg haben am Donnerstagabend zahlreiche Menschen protestiert.
"Ohne Meute gibt's 'ne Meute" steht auf dem Banner, das linke Demonstranten mit schwarzen Regenschirmen halten. Nach Räumung der zur linken Szene gerechneten Kiez-Kneipe "Meuterei" in Kreuzberg haben am Donnerstagabend zahlreiche Menschen protestiert.  © Annette Riedl/dpa

Bis zum späten Donnerstagnachmittag habe es insgesamt zehn angemeldete Versammlungen gegeben, an denen insgesamt rund 800 Personen teilnahmen. Unter dem Motto "Meuterei" kam es zu vereinzelten Sprechchören gegen die Polizei sowie zum Abbrennen von Pyrotechnik.

Die anderen Veranstaltungen verliefen weitestgehend störungsfrei, hieß es in einer Mitteilung der Polizei weiter.

Titelfoto: Dominik Totaro

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