Das fordert Steinmeier 80 Jahre nach erstem "Osttransport" aus Berlin

Berlin - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD) hat dazu aufgerufen, Rassismus und Judenhass entschlossen entgegenzutreten.

Auf einer Gedenkveranstaltung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD) klare Worte gegen Antisemitismus gesprochen.
Auf einer Gedenkveranstaltung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD) klare Worte gegen Antisemitismus gesprochen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

"Nie wieder darf Antisemitismus einen Platz in unserer Gesellschaft haben", sagte er am Montag laut Redemanuskript bei einer Gedenkveranstaltung zum Holocaust in Berlin.

"Nie wieder dürfen antisemitisches Denken und Handeln ohne Widerspruch und öffentliche Reaktionen bleiben."

Jüdinnen und Juden hätten einen selbstverständlichen Platz in unserer Gesellschaft. "Jüdische Kultur ist nicht nur Teil der deutschen Kultur, sie hat sie zutiefst geprägt und reich beschenkt."

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Steinmeier äußerte sich bei einer Veranstaltung am Mahnmal Gleis 17 in Berlin-Grunewald, wo an den Beginn der Deportation jüdischer Menschen in Ghettos und Vernichtungslager durch die Nazis vor 80 Jahren erinnert wurde.


Am 18. Oktober 1941 verließ der erste Berliner "Osttransport" mit mehr als 1000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern den Bahnhof Grunewald in Richtung Litzmannstadt (Lodz).

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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