Deadline für Kanzlerkanditaten: Klimaaktivist nach Hungerstreik im Krankenhaus

Berlin - Nach mehr als zwei Wochen Hungerstreik für eine radikale Klimawende ist einer der Beteiligten am Dienstagnachmittag in Berlin ins Krankenhaus gekommen.

Im Regierungsviertel haben die Hungerstreikenden ihr Camp aufgeschlagen. Sie fordern unter anderem eine radikale Klimawende.
Im Regierungsviertel haben die Hungerstreikenden ihr Camp aufgeschlagen. Sie fordern unter anderem eine radikale Klimawende.  © Paul Zinken/dpa

Der 27-jährige Jacob Heinze sei ohnmächtig geworden und über einige Zeit nicht ansprechbar gewesen, sagte die Sprecherin der Aktion, Hannah Lübbert, der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb habe man einen Krankenwagen gerufen. Der junge Mann sei in die Charité gebracht worden. Wie es ihm gehe, sei unklar.

Die Klimaaktivisten hatten nach eigenen Angaben am 30. August einen unbefristeten Hungerstreik begonnen. Damit wollen sie eine öffentliche Diskussion mit allen drei Kanzlerkandidaten erreichen sowie die Einsetzung eines Bürgerrats, der der Politik Sofortmaßnahmen gegen den Klimawandel vorgeben soll.

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Die Aktivisten leben in einem Camp in der Nähe des Reichstags.

Man habe einige Zeit vergeblich mit den Büros der drei Kanzlerkandidaten - Armin Laschet (60, CDU), Olaf Scholz (63, SPD) und Annalena Baerbock (40, Grüne) - über einen Termin für das Gespräch verhandelt, erklärte Lübbert schriftlich.

"Wir können jetzt nicht länger warten und legen selbst einen Termin fest: am 23. September, 19 Uhr."

Bei einer öffentlichen Zusage der Kandidaten zu dem Gespräch werde der Hungerstreik umgehend beendet, hieß es weiter. Solange würden die fünf verbliebenen Hungernden weiter machen.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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