"Solidarisch ist man nicht alleine!": So demonstriert der Gewerkschaftsbund trotz Corona

Berlin – Wegen der Corona-Pandemie hat der Deutsche Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg (DGB) am Tag der Arbeit nicht wie sonst mit Kundgebungen, sondern mit einer symbolischen Aktion für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. 

Der DGB demonstrierte unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine!"
Der DGB demonstrierte unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine!"  © Christoph Soeder/dpa

Am Freitagmorgen stellten sich DGB-Vertreter mit einem großen Banner mit dem diesjährigen Slogan "Solidarisch ist man nicht alleine!" vor das Brandenburger Tor. 

Die Gewerkschaften kämpften für eine Anhebung des Kurzarbeitergelds, für die Stabilisierung des Sozialstaats, für mehr Mitbestimmung und für faire Löhne, hieß es in einem Tweet des DGB Berlin-Brandenburg.

Weitere kleine Aktionen in Berlin und Brandenburg waren geplant: In fast allen Berliner Bezirken und auch in Brandenburger Städten sollten Zweierteams unterwegs sein, die mit roter Sprühkreide den Slogan und andere Motive sprühen sollten, wie eine Sprecherin des DGB Berlin-Brandendburg sagte.

Respekt für Helden des Alltags

"Die Einschränkungen der Demokratie sind weitgehend", sagte der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach, laut Mitteilung. Er forderte Politik und Medien auf, die Position der Arbeitnehmer einzubeziehen. Hoßbach erklärte: "Viele Berufe im Dienstleistungsbereich – etwa Gebäudereinigung und Pflege – werden in der Krise plötzlich als systemrelevant wertgeschätzt. Wenn jetzt von {...} Helden des Alltags die Rede ist, wünschen wir uns diesen Respekt aus der Bevölkerung dauerhaft – von den Arbeitgebern fordern wir ihn." Zur Wertschätzung gehörten bessere Arbeitsbedingungen und auskömmlichere Gehälter.

Der DGB macht zum Tag der Arbeit am 1. Mai dieses Jahr wegen der Corona-Krise vor allem digitale Aktionen. Um 11 Uhr startete ein Livestream, bei dem Interviews sowie Auftritte verschiedener Künstler gezeigt werden sollten.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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