Großdemo für Mietenstopp: Zehntausende wollen auf die Straße gehen

Berlin - Zwei Wochen vor der Bundestagswahl soll an diesem Samstag in Berlin für einen radikalen Kurswechsel in der Mieten- und Wohnungspolitik protestiert werden.

Schon bei der letzten Großdemonstration zogen Tausende Teilnehmer an Pfingsten durch Berlin.
Schon bei der letzten Großdemonstration zogen Tausende Teilnehmer an Pfingsten durch Berlin.  © Christoph Soeder/dpa

Die Organisatoren rechnen mit 10.000 bis 30.000 Menschen. Laut Polizei sind 20.000 Teilnehmer angemeldet. Start ist um 13 Uhr am Alexanderplatz. Von dort aus soll es über die Straße Unter den Linden zum Großen Stern gehen.

Aufgerufen zur der "#Mietendemo21" haben unter anderem das "Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" und die Berliner Initiative "Deutsche Wohnen & Co enteignen".

Gefordert werden ein sofortiger Mietenstopp, die Vergesellschaftung von Wohnungen und ein bundesweiter Mietendeckel. Zu den Unterstützern zählen laut Veranstaltern der Deutsche Mieterbund und die Gewerkschaften Verdi und DGB.

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Bei einer Mietendemo an Pfingsten waren nach Veranstalterangaben im Mai 10.000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Polizei zählte 2500 Demonstranten. Parallel zur Bundestags- und Abgeordnetenhauswahl stimmen die Berliner am 26. September über die Enteignung von großen Immobilienunternehmen ab.

Wenn es eine Mehrheit für das Vorhaben gibt, wird sich der künftige Senat damit beschäftigen müssen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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