Neuer Duden veröffentlicht: BVG sorgt für Lacher im Netz

Berlin - Darauf haben Fans der deutschen Rechtschreibung gewartet. Am Mittwoch veröffentlichte der Duden die inzwischen 28. Ausgabe. Auf den knapp 1300 Seiten sind auch wieder allerlei Neuzänge im Wortschatz aufgenommen worden.

Der Duden hat die nun 28. Ausgabe veröffentlicht.
Der Duden hat die nun 28. Ausgabe veröffentlicht.  © Wolfgang Kumm/dpa

Unter anderem die durch das neue Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19, die Klimaschutzbewegung Fridays for Future und die im Zuge der Dieselaffäre diskutierte Schummelsoftware.

Auch sonstige Neuheiten sind berücksichtigt: Elektroscooter, Plug-in-Hybrid und Uploadfilter etwa, aber auch Bartöl, Tiny House und Faszienrolle.

So ganz zufrieden mit der neuen Auswahl war die Social-Media-Abteilung der BVG aber nicht. Via Twitter beschwerte sich die BVG-Kampagne, dass Begriffe, die für sie selbstverständlich sind, weiterhin nicht zu finden sind.

"Ey @Dudenverlag, wieso ist Maskenmuffel, Erhöhtes Beförderungsentgelt, Busspurparker und Türfreihaikjesagtdukackvogel immer noch nicht in der neuen Ausgabe?", heiß es in dem Tweet.

Vor allem Letztes kommt bei der Community gut an. "Schon alleine für die Schreibweise von Türfreihaikjesagtdukackvogel gehört das in den Duden", fordert beispielsweise ein User.

Ein Begriff scheint der BVG aber besonders wichtig zu sein und schiebt und ergänzt den Tweet mit dem Vorschlag: "Oder Fahrspurende". 

Eine Anspielung auf den Berliner AfD-Politiker Gunther Lindemann. Das Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus hatte sich über den täglichen "Genderwahnsinn" aufgeregt. "Jetzt werden sogar Fahrspuren gegendert", hieß in einem Tweet, mit dem er auf eine Zeitungsartikel über einen Verkehrsunfall verweist.

Lindemann störte sich in seinem Tweet an dem Wort "Fahrspurende", das als gegenderte Pluralform missverstanden werden könnte. Seine Begründung: der Begriff steht nicht im Duden. Der Spott ließ daraufhin nicht lange auf sich warten.

Titelfoto: Twitter/BVG-Kampagne, Wolfgang Kumm/dpa

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