Fake-Pandemie? Im Corona-Hotspot Neukölln wird vor "Ärzte für Aufklärung" gewarnt

Berlin - Das Bezirksamt Neukölln warnt vor irreführenden Informationen über die Corona-Pandemie durch die Gruppierung "Ärzte für Aufklärung".

Ein Demonstrant mit einem luftdurchlässigen Mundschutz nimmt an der Querdenken-Demo vor dem Brandenburger Tor teil. (Symbolbild)
Ein Demonstrant mit einem luftdurchlässigen Mundschutz nimmt an der Querdenken-Demo vor dem Brandenburger Tor teil. (Symbolbild)  © Annette Riedl/dpa

An mehreren Orten im Bezirk seien Handzettel in Umlauf gebracht worden, die Verschwörungstheorien bedienten, teilte das Bezirksamt am Dienstag mit. 

Auf den Zetteln werde unter anderem vor einem angeblichen "Zwang zur Impfung" gewarnt. Die Bundesregierung hatte mehrfach betont, dass keine Impfpflicht gegen das Coronavirus eingeführt werden soll. 

Außerdem werden auf den Zetteln Hinweise gegeben, wie man eine "echte Pandemie" von einer "fake Pandemie" erkennen könne. Damit würden gezielt mit den Ängsten der Empfängerinnen und Empfänger gespielt und Verschwörungsmythen reproduziert, kritisierte das Bezirksamt.

Ärztekammern verschiedener Bundesländer haben sich nach Angaben des Bezirksamts von der Gruppe "Ärzte für Aufklärung" bereits distanziert und auf die Einhaltung von berufsethischen Standards hingewiesen.

Auch die Berliner Polizei hat mal wieder mit Falschmeldungen zu kämpfen. Die Beamten warnen vor falschen Informationen rund um die Sperrstunde in Berlin. Anders als auf einem Flugblatt behauptet, ruft sie die Bevölkerung nicht dazu auf, Gaststätten zu melden, die die Sperrstunde brechen. 

"Wir haben die Einhaltung der #Covid19-#Sperrstunde auch mit im Auge. Und wir rufen NICHT zu Hinweisen aus der Bevölkerung inkl. Belohnung auf", twitterte die Polizei am Dienstag. Sie bat darum, den Fake nicht weiter zu teilen.

Seit Samstag gilt eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr für Gastronomie und Handel, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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