Keine Sperrstunde mehr: Restaurants und Kneipen dürfen länger öffnen

Berlin - Die Restaurants und Kneipen in Berlin müssen nicht mehr um 23 Uhr schließen. Das hat der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag beschlossen.

Die Sperrstunde für Bars, Restaurants und Kneipen fällt wieder weg.
Die Sperrstunde für Bars, Restaurants und Kneipen fällt wieder weg.  © Carsten Koall/dpa

Die bisher wegen der Corona-Krise geltende Begrenzung der Öffnungszeiten von 6 bis 23 Uhr in der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus wird demnach gestrichen. 

Die Restaurants und Kneipen sollen schon ab Mittwoch (10. Juni) wieder länger öffnen dürfen.

Vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) hatte der Senat nach Angaben des Gerichts vom Montag zuvor bereits eine entsprechende Erklärung abgegeben. In dem Verfahren hatte ein Restaurantbesitzer gegen die Regelung geklagt, wie dessen Anwalt am Montag mitteilte. 

Weil der Senat daraufhin erklärt hatte, die Öffnungszeiten wieder freizugeben, musste das Gericht keine Entscheidung mehr fällen.

In Berlin mussten Restaurants und Kneipen am 14. März schließen. Ab dem 15. Mai durften Restaurants wieder bis 22 Uhr öffnen, ab dem 2. Juni auch Kneipen wieder bis 23 Uhr. 

Viele Restaurant- und Kneipenbesitzer kritisierten allerdings, sie könnten so nicht wirtschaftlich arbeiten.

Das Trinken verlagerte sich in den letzten Wochen und Tagen in vielen Nächten dann vor die sogenannten Spätis, die bis in die Nacht geöffnet und Tische draußen aufgestellt hatten. Dort saßen vor allem junge Menschen dann dicht beieinander. Geschlossen bleiben in Berlin weiterhin die Clubs.

Titelfoto: Carsten Koall/dpa

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