Von Abstand nichts zu sehen: Tausende Berliner feiern trotz Corona!

Berlin - Es ist mit die schönste Zeit in Berlin. Bis zu einer Million Menschen feiern mit dem Karneval der Kulturen über Pfingsten die Vielfältigkeit der Hauptstadt. Doch dieses Jahr ist alles anders. Durch das Coronavirus sind alle Großveranstaltungen bis mindestens 24. Oktober verboten. 

Auf Schlauchbooten feiern Berliner am Pfingstsonntag.
Auf Schlauchbooten feiern Berliner am Pfingstsonntag.  © Instagram/ana.d.martin

Das Feiern lassen sich die Berliner aber nicht verbieten. Bei frühsommerlichen Temperaturen strömten am Pfingstsonntag tausende Feierwütige nach Kreuzberg um auf den Landwehrkanal und an den Ufern eine Schlauchboot-Party zu feiern.

Zwar hat die Hauptstadt weiter die Maßnahmen gelockert, wann Clubs und Diskotheken wieder aufmachen dürfen ist aber weiterhin nicht abzusehen. Aus diesem Hintergrund ist dann auch die Wasser-Demo "Ravekultur Retten!" ins Leben gerufen worden.

Die Berliner ließen sich nicht zweimal bitten. Wie Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, feierten die Menschen dicht an dicht, sowohl auf dem Wasser, als auch am Ufer. 

Von Mindestabstand oder Mundschutz war bei der Masse an Menschen nicht viel zu sehen. Entsprechend fiel die Reaktion im Netz aus. "BERLIN hat mal wieder alles im Griff!!" oder "Die Bilder vom Landwehrkanal. Ich dachte/hoffte, es sei ein Fake. Anscheinend sind sie real. Mir fehlen die Worte", kritisieren beispielsweise zwei Twitter-User den Rave.

Vor allem das so viele Menschen vor dem Urban-Krankenhaus feierten, können Außenstehende nicht verstehen. Dabei ist die Wiese am Landwehrkanal schon immer ein beliebter Treffpunkt gewesen.

Die Hauptstadt ist von dem ganz großen Corona-Ausbruch bislang verschont geblieben. Die Neu-Infektionen steigen seit Wochen nur noch langsam an. Am Sonntag waren es nur 16 neue als noch 24 Stunden zuvor. Die Reproduktionszahl stieg hingegen auf 1,41 und liegt damit über der kritischen Schwelle.

Erst am Sonntag hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) in einem Interview mit dem Tagesspiegel nicht leichtfertig mit den neuen Lockerungen umzugehen: "Dass man wieder Dinge machen darf, die bisher verboten waren, heißt ja nicht, dass man sie unbedingt machen muss."

Titelfoto: Instagram/ana.d.martin

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