Weit über 2000 Radfahrer protestieren auf Stadtautobahn gegen A100-Verlängerung!

Berlin - Mit einem Fahrradkorso durch Berlin haben Tausende Menschen gegen die Verlängerung der Stadtautobahn 100 protestiert.

Über 2000 Teilnehmer waren mit einem Fahrradkorso auf der A100 unterwegs.
Über 2000 Teilnehmer waren mit einem Fahrradkorso auf der A100 unterwegs.  © dpa/Christophe Gateau

Ein Polizeisprecher schätzte "deutlich über 2000 Teilnehmer".

Nach Beobachtungen eines dpa-Reporters waren es mehrere Tausend. Zu der Demonstration riefen unter anderem Fridays for Future und die Jugendorganisation der Grünen auf. Die Route verlief vom Hermannplatz in Neukölln über einen extra gesperrten Abschnitt der A100 bis zum Platz vor dem Neuen Tor in Mitte.

Auf Plakaten waren Slogans zu lesen wie "A100 = Hölle", "Immer ein guter Rat: Fahrrad" und "Klimakrise - Handelt jetzt". Mit Hupen und Fahrradklingeln verschafften sich die Teilnehmer unterwegs demnach Gehör. Einige hatten Anhänger mit Musikanlagen dabei. Laut Polizei verlief die Demonstration zunächst friedlich und ohne nennenswerte Störungen.

Auch mehrere Mitglieder der Grünen-Fraktion des Abgeordnetenhauses wollten sich der Aktion anschließen. "Ich werde mich dafür stark machen, dass der nächste Bauabschnitt der A100 endgültig aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wird", teilte die grüne Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl Bettina Jarasch mit.

Mit Hupen und Fahrradklingeln verschafften sich die Teilnehmer unterwegs Gehör.
Mit Hupen und Fahrradklingeln verschafften sich die Teilnehmer unterwegs Gehör.  © dpa/Christophe Gateau

Die Berliner Linke unterstützt auch den Protest. "Wir wollen prüfen, ob der bereits im Bau befindliche 16. Bauabschnitt in eine Stadtstraße mit Radschnellweg umgewandelt werden kann", kündigte die Landesvorsitzende Katina Schubert an.

Titelfoto: dpa/Christophe Gateau

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