Kampf um das Luftbrückenhaus gewonnen: Widerspruchsfrist abgelaufen

Berlin - Das Bezirksamt Neukölln hat für das sogenannte Luftbrückenhaus im Schillerkiez erfolgreich sein Vorkaufsrecht ausgeübt und konnte so den Wohnblock vor dem Verkauf an einen kommerziellen Investor bewahren.

Ein Transparent mit dem Hashtag #LeineOderBleibt hängt vor der Leinestraße 36.
Ein Transparent mit dem Hashtag #LeineOderBleibt hängt vor der Leinestraße 36.  © TAG24

Da die Widerspruchsfrist am Dienstag abgelaufen sei, ist der Bescheid nun rechtskräftig. Das bestätigte die Selbstorganisation der Mieter gegenüber TAG24. "Sind einfach nur baff", sagte ein Bewohner vor Ort. "Waren zunächst sehr, sehr skeptisch."

Auch auf ihrem offiziellen Twitter-Account teilte die Orga-Gruppe am Dienstag mit: "Widerspruchsfrist abgelaufen und Vorkauf rechtskräftig. Wir sind überglücklich und unendlich dankbar über den Einsatz unserer Bewohner*innen und vor allem Jochen Biedermann und Team."

Damit hat der Bezirk Neukölln zum dritten Mal in diesem Jahr sein Vorkaufsrecht ausgeübt.

Bei dem Komplex im Milieuschutzgebiet hätte sich der Käufer gegenüber dem Bezirk Neukölln zu Maßnahmen verpflichten müssen, die die bisherige Zusammensetzung des Wohngebiets wahren.

Der geplante Verkauf des historischen Wohnblocks an der Ecke Leine-/Oderstraße mit 164 Wohnungen direkt am Tempelhofer Feld an den ausländischen Investor Pears hatte in Berlin erneut für Proteste gegen Verdrängung gesorgt.

Titelfoto: TAG24

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