"Man nimmt das Viertel in Besitz": Busse bedauert Äußerungen über Zuwanderer

Berlin - Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (64, SPD) hat ihre lange zurückliegenden Äußerungen über arabischstämmige Menschen in Berlin bedauert.

In ihrer damaligen Funktion als Schulleiterin in Neukölln, hat sich Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (64, SPD) abfällig über Zuwanderer geäußert, um wachzurütteln, wie sie sagt.
In ihrer damaligen Funktion als Schulleiterin in Neukölln, hat sich Berlins Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (64, SPD) abfällig über Zuwanderer geäußert, um wachzurütteln, wie sie sagt.  © Annette Riedl/dpa

"Meine Absicht war niemals, Menschen abzuwerten, geringzuschätzen, über einen Kamm zu scheren oder pauschal in Gruppen einzuteilen", teilte Busse dem Landesschulbeirat in einem dreiseitigen Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zuvor hatte der "Tagesspiegel" (Donnerstag) darüber berichtet. Nach Hinweisen dazu auf Twitter hatten Busses Äußerungen aus dem Jahr 2009 Ende April Diskussionen ausgelöst.

Busse war vor ihrem Einstieg in die Politik Ende 2021 jahrzehntelang Schulleiterin in einer Grundschule mit hohem Migrantenanteil in Neukölln.

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In dieser Funktion wurde sie im November 2009 von der "Süddeutschen Zeitung" mit Äußerungen über arabischstämmige Menschen in Berlin zitiert: "Sie bleiben einfach untereinander. Man muss sich hier ja auch gar nicht mehr integrieren", sagte sie unter anderem. "Man nimmt das Viertel in Besitz, und man lässt sich pampern."

"Wenn ich als Schulleiterin von Medien gefragt wurde, habe ich die Umstände und Erfahrungen aus meiner praktischen Arbeit immer mit der Absicht beschrieben, wachzurütteln - auch die Politik", erläuterte Busse in ihrem Schreiben. Dass ihre damaligen Formulierungen als Schulleiterin nicht eindeutig gewesen seien, tue ihr aufrichtig leid.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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