Mann randaliert im Suff am Mahnmal für Terror-Anschlag am Breitscheidplatz

Berlin - Ein Betrunkener hat am Mahnmal für die Opfer des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche randaliert.

Zwei Passantinnen schauen sich im Dezember 2020 am Breitscheidplatz das Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016 an.
Zwei Passantinnen schauen sich im Dezember 2020 am Breitscheidplatz das Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016 an.  © Christoph Soeder/dpa

Ein Passant beobachtete, wie der 58-Jährige am Montagmittag einen Bilderrahmen umstieß und mit dem Fuß zerstörte, wie die Berliner Polizei am Dienstag mitteilte.

Einsatzkräfte nahmen den Mann fest. Ein freiwilliger Atemalkoholtest habe einen Wert von rund 1,8 Promille ergeben. Laut Mitteilung sprach die Polizei einen Platzverweis gegen den Mann aus und ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung.

Seit Dezember 2017 erinnert am Breitscheidplatz ein Mahnmal an den Anschlag im Jahr davor. Ein knapp 17 Meter langer, goldener Riss im Boden soll den tiefen Einschnitt im Leben der Betroffenen symbolisieren.

In den Treppenstufen vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche sollen die Namen der Toten aus sechs Staaten die Erinnerung wachhalten.

Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 in Berlin einen Lastwagenfahrer erschossen. Mit dessen Fahrzeug raste er über den Weihnachtsmarkt, wo weitere elf Menschen starben. Mehr als 70 wurden verletzt. Der abgelehnte Asylbewerber war den Behörden schon vorher als islamistischer Gefährder aufgefallen.

Nach dem Attentat floh er nach Italien, wo er von der Polizei erschossen wurde.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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