"Maskenlos durch die Stadt": Maskengegner ziehen durch Mall of Berlin

Berlin - "Maskenlos durch die Stadt": Getreu diesem Motto ist gestern eine Gruppe von circa 20 Leuten mit lauter Musik und natürlich ohne Maske durch die Mall of Berlin gezogen und hat mit der Aktion große Aufmerksamkeit erregt.

Mitarbeiterinnen eines Bekleidungsgeschäftes in der Mall of Berlin treffen Corona-Vorbereitungen. Am Freitag ist eine Gruppe von Maskengegnern durch das beliebte Einkaufszentrum gezogen.
Mitarbeiterinnen eines Bekleidungsgeschäftes in der Mall of Berlin treffen Corona-Vorbereitungen. Am Freitag ist eine Gruppe von Maskengegnern durch das beliebte Einkaufszentrum gezogen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Schon am Eingang wurde der Flashmob von einem Besucher des beliebten Einkaufszentrums am Leipziger Platz aufgefordert, sofort wieder Masken anzulegen: "Zieht mal Masken an, ihr Penner".

Das hielt die Maskengegner freilich nicht davon ab, ihren Demonstrationszug "ungeschützt" fortzusetzen. Ein Sicherheitsmann der Mall versuchte noch verzweifelt, dem Treiben ein Ende zu setzen, doch mehr als hektische Kommunikation über sein Funkgerät und das Begleiten des Demonstrationszuges war ihm nicht möglich.

Die Demonstranten zogen mit lauter Musik teilweise tanzend an den verdutzten Besuchern vorbei. Es erklang ein wohlbekannter Song in abgewandelter Form: Frei nach Helene Fischers Hit "Atemlos durch die Nacht" dröhnte das Lied "Maskenlos durch die Stadt" aus dem mitgeführten Lautsprecher, den ein Mann an der Spitze des Zuges hinter sich herzog.

Dabei skandierten die Demonstranten Slogans wie: "Corona ist nicht die Pest, wir brauchen kein Attest!" oder "Lächeln ist Gesund, zeig mir deinen Mund".

Als sie laut "Masken ab!" rufend an einer Frau vorbeiziehen, entgegnet ihnen diese "Masken an!" und nochmals mit Dachdruck "An". Natürlich setzten die Maskengegner unbeeindruckt ihren Weg fort und machten sich auch immer wieder über die Maskenträger lustig.

Ob man solch einen Corona-Flashmob nun "genial" findet, wie es in der Videobeschreibung heißt, sei dahingestellt. Seit Samstag gelten in Berlin jedenfalls neue Corona-Regeln, die unter anderem auch das Tragen von Masken in Einkaufszentren vorschreiben. Solche Bilder wirken angesichts rapide steigender Infektionszahlen auf viele Menschen dann doch eher befremdlich.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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