Brandenburg beschließt Corona-Maskenpflicht in Büros

Potsdam - Brandenburg verschärft seine Corona-Regeln angesichts steigender Ansteckungen - vor allem auch im Nachbarland Berlin

Medizinischer Mundschutz liegt in einer Apotheke.
Medizinischer Mundschutz liegt in einer Apotheke.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ab Sonntag gilt eine Maskenpflicht nicht nur in öffentlichen Bussen und Bahnen und im Einzelhandel, sondern auch in Bürogebäuden, aber erst ab einem bestimmten regionalen Grenzwert für neue Infektionen. 

Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (58, SPD) am Dienstag in Potsdam an. Auch Obergrenzen für private Feiern werden verschärft.

Wenn es in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mehr als 35 neue Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gibt, soll Mund-Nasen-Schutz in Büro- und Verwaltungsgebäuden gelten, wenn man nicht am festen Platz ist und der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. 

"Die Zahlen steigen, sie steigen leider auch in Deutschland und es ist jetzt nicht die Zeit für Lockerungen", sagte Woidke. Es werde im Herbst nicht einfacher.

Wenn der regionale Wert von 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten wird, sollen nur noch 50 Menschen an Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen teilnehmen können. 

Für zuhause in Wohnung oder Garten liegt die Obergrenze bei 25 Menschen.

Maskenpflicht wird auch für Gaststätten verschärft

Dietmar Woidke (58, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, spricht während einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei über die neuen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.
Dietmar Woidke (58, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, spricht während einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei über die neuen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Die Maskenpflicht wird auch für Gaststätten verschärft. Sie gilt dort ab Sonntag für Beschäftigte mit Gästekontakt sowie für Gäste, die nicht am Tisch sitzen - auch für geschlossene Gesellschaften.

Kinos, Theater und Konzerthäuser können vom Mindestabstand von 1,50 Meter auf bis zu einen Meter abweichen, wenn während der ganzen Vorstellung Maske getragen wird und Hygieneregeln eingehalten werden.

Wer persönliche Angaben in Cafés oder Restaurants zur Nachverfolgung von Kontakten falsch angibt, muss künftig mit einem Bußgeld zwischen 50 und 250 Euro rechnen. 

In Brandenburg lag die Zahl neuer Ansteckungen der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner am Dienstag bei fast 10, in Berlin am Montag bei 41,5.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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