Mecklenburg-Vorpommerns Verfassungsschutzchef Müller muss gehen

Schwerin - Fehlverhalten im Fall Amri: Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Torsten Renz (56, CDU) hat den Leiter des Landesverfassungsschutzes, Reinhard Müller, entlassen.

Nach einem Fehlverhalten im Fall des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri (†24) muss Reinhard Müller, Leiter des Landesverfassungsschutzes in Mecklenburg-Vorpommern, seinen Hut nehmen.
Nach einem Fehlverhalten im Fall des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri (†24) muss Reinhard Müller, Leiter des Landesverfassungsschutzes in Mecklenburg-Vorpommern, seinen Hut nehmen.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Damit zog der Minister am Mittwoch erste personelle Konsequenzen aus dem Agieren der Behörde im Zusammenhang mit Informationen zum Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri (†24).

Müller hatte eingeräumt, dass eine V-Mann-Aussage zum möglichen Umfeld Amris nicht sofort an die zuständigen Ermittler weitergereicht wurde.

Am 19. Dezember 2016 hatte der abgelehnte Asylbewerber in Berlin einen Lastwagenfahrer erschossen.

Anschließend raste er mit dem Lastwagen über den Breitscheidplatz, wo elf weitere Menschen starben und mehr als 70 verletzt wurden.

Der Tunesier konnte nach dem Anschlag nach Italien fliehen, wo er bei einer Polizeikontrolle erschossen wurde.

Amri war der Polizei bereits vorher als islamistischer Gefährder aufgefallen.

Weshalb der Anschlag trotzdem nicht verhindert wurde und was bei den anschließenden Ermittlungen womöglich schieflief, will der Untersuchungsausschuss herausfinden, vor dem Müller sein Versäumen eingestand.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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