Mehr Corona-bedingte Badeunfälle in Berlin, Brandenburg mit weniger Badetoten

Berlin - In Berlin sind im vergangenen Jahr elf Menschen bei Badeunfällen gestorben, das waren deutlich mehr als 2019. Damals sind zwei Personen ertrunken, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag in Berlin bekannt gab.

Rettungskräfte stehen nach einem Badeunfall an einem See. Laut DLRG sind Flüsse und Seen nach wie vor die größten Gefahrenquellen für tödliche Badeunfälle. (Symbolfoto)
Rettungskräfte stehen nach einem Badeunfall an einem See. Laut DLRG sind Flüsse und Seen nach wie vor die größten Gefahrenquellen für tödliche Badeunfälle. (Symbolfoto)  © Philipp Schulze/dpa

"Gerade in Berlin wurden sich Flussabschnitte oder Seeabschnitte gesucht, von denen kein Mensch dachte, dass dort jemals irgendjemand baden gehen würde", erläuterte Sprecher Achim Wiese.

Ein wichtiger Grund seien die strengen Zugangsregeln in Bädern gewesen. Wegen der Corona-Pandemie konnten sich in den Bädern und an bewachten Badestellen nur noch deutlich weniger Menschen abkühlen als sonst. Viele suchten sich deshalb Alternativen.

Brandenburg verzeichnete 2020 mit 24 Todesfällen hingegen zehn weniger als im Jahr 2019. Besonders gefährlich sei das Schwimmen in Flüssen und Seen.

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"Flüsse und Seen sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht. Das Risiko, dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern", sagte Achim Haag, Präsident der DLRG.

Die DLRG zieht bei Twitter Bilanz zu den Badeunfällen im Jahr 2020

Insgesamt 21 der 24 tödlichen Badeunfälle in Brandenburg ereigneten sich in Seen, Teichen und Flüssen. Drei Viertel aller tödlich Verunglückten waren Männer.

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa

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