Michael Müller hält Diskussion über Corona-Lockerungen für gerechtfertigt

Berlin - Der Druck für Lockerungen in der Corona-Krise ist groß. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) hält es für gerechtfertigt, Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu diskutieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) berät am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) berät am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.  © Markus Schreiber/AP/dpa

Bund und Länder stimmen sich am Mittwoch ab 14 Uhr über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise ab.

Vor den erneuten Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ministerpräsidenten sind nicht zuletzt aus der Wirtschaft die Stimmen derjenigen lauter geworden, die für einen umfassenden Einsatz von Schnelltests und für Lockerungen der Corona-Maßnahmen plädieren.

Müller, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, hatte sich mehrfach für einen Stufenplan ausgesprochen. Kanzlerin Merkel kündigte eine stärker an regionalen Entwicklungen orientierte Öffnungsstrategie nach dem monatelangen Corona-Lockdown an.

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"Wir müssen natürlich besonnen bleiben", sagte Müller am Dienstag zu den bevorstehenden Beratungen von Bund und Ländern in der ARD-Tagesschau.

Lockerungen trotz steigender Zahl der Corona-Neuinfektionen in Berlin?

Michael Müller (56, SPD) hält es für gerechtfertigt, Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu diskutieren.
Michael Müller (56, SPD) hält es für gerechtfertigt, Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu diskutieren.  © Fabian Sommer/dpa

Die Zahlen seien immer noch sehr hoch bei allen Erfolgen der letzten Monate. "Nur: Wir haben ja weitere Möglichkeiten, jetzt auch mit der Pandemie umzugehen. Durch das Impfen, durch Tests und Selbsttests vor allem, die jetzt noch kommen, haben wir einen Maßnahmenmix, der uns zur Verfügung steht. Und deswegen glaube ich, ist es auch sachgerecht, jetzt über Lockerungen zu sprechen."

Bei den Schulen soll es in Berlin von 9. März an weitere Öffnungen geben: Dann ist auch für die 4. bis 6. Klassen Wechselunterricht vorgesehen. Die Kinder der 1. bis 3. Klasse sind nach gut zwei Monaten Homeschooling schon seit dem 22. Februar wieder im Wechselunterricht.

Die Kitas in der Hauptstadt sollen auch von Dienstag nächster Woche an wieder für alle Kinder offenstehen. Das hatte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am Dienstag nach einer Sitzung des Senats mitgeteilt. Der Notbetrieb endet damit.

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In Berlin ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche trotz des Lockdowns zuletzt wieder gestiegen.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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