Müller appelliert an Berliner: "Nehmen Sie die Bedrohung durch Corona weiterhin ernst"

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56) hat an die Menschen in der Hauptstadt appelliert, die Gefahren durch das Coronavirus weiter ernst zu nehmen und sich an die Regeln zu halten.

Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, äußert sich auf der Pressekonferenz im Bundeskanzleramt zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise.
Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, äußert sich auf der Pressekonferenz im Bundeskanzleramt zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise.  © Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

"Ich bitte Sie, uns weiterhin zu unterstützen auf unserem Wege, die Pandemie zu bekämpfen", sagte der SPD-Politiker in seiner vorab veröffentlichten Neujahrsansprache. "Die Infektionszahlen sind nach wie vor zu hoch."

Es gebe zu hohe Zahlen von Schwersterkrankten. "Auch junge Menschen erkranken schwer und landen auf unseren Intensivstationen." Zudem kämen die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern an ihre Grenzen.

"Sie sind in einer Dauerbelastung, physisch und psychisch. Wir müssen gemeinsam alle miteinander weiter solidarisch sein und etwas tun, um unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu erhalten."

Müller weiter: "Ich bitte Sie aber auch an dieser Stelle: Nehmen Sie weiterhin die Bedrohung durch Corona ernst. Impfungen sind wichtig, und sie werden uns helfen, aber sie werden uns allen erst in einigen Wochen oder Monaten helfen. Deswegen müssen wir weiter achtsam sein. Deswegen müssen wir uns weiter um unsere Nächsten, um unsere Verwandten und Freunde kümmern."

Müller dankt den Corona-Helden

Müller dankte ausdrücklich den Menschen, die in der Pandemie Verantwortung gezeigt und "Unglaubliches" geleistet hätten: In den Pflegeheimen und Krankenhäusern, den Arztpraxen und Apotheken, bei Polizei und Feuerwehr, in den Schulen und Kitas und in der Berliner Verwaltung.

"Wir haben es alle miteinander gemerkt, wir rücken in Berlin zusammen", so Müller. "2021 wird uns Corona auch noch weiter beschäftigen. Aber ich glaube, wir miteinander können es richten. Wir miteinander haben es in der Hand, diese Pandemie in diesem Jahr gut zu bewältigen."

Müllers Neujahrsansprache wird am 1. Januar um 19.55 Uhr im RBB-Fernsehen gesendet.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

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