Mit 105 km/h durch Berlin: Polizei gibt Ratschläge, Twitter-User fordern höhere Strafe

Berlin - Knast statt Bußgeld: Wer mehr als doppelt so schnell durch Berlin fährt wie erlaubt, kann neben einer saftigen Geldstrafe mit guten Ratschlägen der Polizei rechnen. Twitter-User fordern hingegen drastischere Maßnahmen.

Die Polizei Berlin hat auf der Heerstraße einen Raser aus dem Verkehr gezogen und erteilte ihm via Twitter Ratschläge - die User fordern wesentlich drastischere Strafen für extreme Temposünder. (Symbolfoto)
Die Polizei Berlin hat auf der Heerstraße einen Raser aus dem Verkehr gezogen und erteilte ihm via Twitter Ratschläge - die User fordern wesentlich drastischere Strafen für extreme Temposünder. (Symbolfoto)  © 123rf/Claudia Nass

"Wer meint, trotz Schneematsch mit 105 km/h über die Heerstraße rasen zu müssen, kann für zwei Monate das Rutschverhalten seiner Schuhe auf dem Gehweg testen", twitterten die Beamten am Dienstag.

Für 280 Euro Bußgeld hätte man zudem drei Monatskarten für den öffentlichen Nahverkehr und "'ne Menge Einzelfahrscheine" bekommen, schließen die Beamten, wohl nicht ganz ohne Ironie.

Vielen Twitter-Usern fällt diese Strafe jedoch viel zu milde aus. So stellt einer fest: "Bin immer wieder aufs Neue erstaunt, wie lächerlich gering die Bußgelder sind. 105 km/h innerorts bei Schneematsch: Da würde ich doch grundsätzlich die Eignung zum Führen von Kfz infrage stellen -> MPU."

Ein anderer schlägt einen Knast-Aufenthalt für den Raser vor: "Bei der Geschwindigkeit in geschlossener Ortschaft und den Witterungsverhältnissen sollte er besser mal für zwei Monate hinter Gittern rutschen! Wenn erst jemand unschuldiges zu Schaden kommt, ist es zu spät!"

Die Polizei Berlin informiert bei Twitter über den Raser auf der Heerstraße

Ein dritter fordert sogar ein lebenslanges Fahrverbot für den überführten Temposünder: "280 EUR Bußgeld fürs Brettern mit 105 Sachen bei Schnee? Innerorts? Wo tritt da ein Lerneffekt ein? So jemand darf nie wieder hinters Steuer!" (Rechtschreibung übernommen)

Für diese drastische Verletzung der Straßenverkehrsordnung kommt einem die Höhe der Strafe in der Tat beinahe lächerlich vor, nicht auszudenken was hätte passieren können, wenn der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und andere Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft gezogen hätte.

Titelfoto: 123rf/Claudia Nass

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