Moorgebiet "Loben" steht in Flammen: Großeinsatz der Feuerwehr

Plessa - Einer der bislang größten Brände in Südbrandenburg in diesem Jahr bei Plessa (Elbe-Elster) breitet sich weiter aus.

Blick auf eine Rauchwolke während eines Waldbrandes im Loben-Moor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa.
Blick auf eine Rauchwolke während eines Waldbrandes im Loben-Moor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa.  © Veit Rösler/dpa-Zentralbild/dpa

Mittlerweile brenne es im Moorgebiet "Loben" auf einer Fläche von 30 Hektar, sagte ein Sprecher der Leitstelle Lausitz am Freitag. Dutzende Feuerwehrleute seien mit etwa 35 Fahrzeugen vor Ort. 

Wegen des immer wieder aufkommenden Windes drohe sich das Feuer weiter auszudehnen. Momentan würden ein Moorgebiet, ein angrenzendes Waldstück und ein Schilfgürtel brennen. 

Die Feuerwehr habe zur Eindämmung des Feuers eine Art Schutzwall errichtet. Ortschaften seien zunächst nicht in Gefahr, sagte der Sprecher. Es könne bei der Rauchentwicklung aber zu Geruchsbelästigungen kommen.

Der "Loben" ist ein Moorgebiet etwa 60 Kilometer nördlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Etwa 670 Hektar des Lobens stehen unter Naturschutz.

Der trockene Boden, Gras und Laub aus dem vergangenen Jahr sowie Wind erhöhten die Gefahr für Waldbrände, hatte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, betont. Die Trockenjahre 2018 und 2019 wirkten noch nach. 2019 brannte es 417 Mal auf Brandenburgs Waldflächen. Mehr als 13.000 Hektar Fläche standen in Flammen.

2018 hatte es 512 Mal auf insgesamt 1674 Hektar gebrannt. Brandenburg verfügt über rund 1,1 Millionen Hektar Wald.

Update, 30. Mai: Brand im Moorgebiet in Elbe-Elster eingegrenzt – Gefahr nicht gebannt

Bei einem der bislang größten Flächenbrände in Brandenburg in diesem Jahr versuchen Feuerwehrleute, den Brand bei Plessa (Elbe-Elster) auf rund 100 Hektar unter Kontrolle zu halten. Das Feuer im Moorgebiet "Loben" sei eingegrenzt, die Einsatzkräfte bewässerten die Ränder, um eine Ausbreitung zu verhindern, sagte eine Sprecherin der Regionalleitstelle Lausitz am Samstag. 193 Einsatzkräfte seien mit 40 Fahrzeugen vor Ort. Hilfe erhielten sie von Feuerwehren aus der Uckermark. Eine Drohne der Cottbuser Johanniter filme das Brandgebiet von oben für die Einsatzleitung, sagte die Sprecherin. Auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei sei wieder im Einsatz, um das Gebiet zu beregnen.

Wegen des immer wieder aufkommenden Windes hatte sich das Feuer am Freitag zunächst immer weiter ausgedehnt. Vorübergehend brannte ein Moorgebiet, ein angrenzendes Waldstück und ein Schilfgürtel. Die Feuerwehr hatte zur Eindämmung des Feuers eine Art Schutzwall errichtet. Ortschaften waren zunächst nicht in Gefahr.

Titelfoto: Veit Rösler/dpa-Zentralbild/dpa

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