Nach 24 Jahren: Berliner Stromnetz geht in Besitz des Landes zurück

Von Matthias Arnold

Berlin - An diesem Donnerstag geht das Berliner Stromnetz erstmals seit 1997 wieder offiziell in öffentliche Hand über.

Erstmals seit 1997 geht das Berliner Stromnetz wieder offiziell in öffentliche Hand über, nachdem Vattenfall im Herbst den Verkauf des Netzes angeboten hatte.
Erstmals seit 1997 geht das Berliner Stromnetz wieder offiziell in öffentliche Hand über, nachdem Vattenfall im Herbst den Verkauf des Netzes angeboten hatte.  © Christoph Soeder/dpa

Bei einer feierlichen Übergabe wollen der bisherige Betreiber Stromnetz Berlin sowie die neuen Eigentümer, unter anderem vertreten durch Finanzsenator Matthias Kollatz (63, SPD) und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (43, Grüne), vor dem Unternehmenssitz die Berlin-Flagge hissen.

Die Geste stehe symbolisch für den Abschluss der Transaktion, teilten alle Seiten zuvor mit. Das Stromnetz ist damit wieder im Besitz des Landes.

Der rot-rot-grüne Senat versucht seit mehreren Jahren, Privatisierungen der vergangenen Jahrzehnte rückgängig zu machen.

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Die Konzession der Stromnetz Berlin GmbH war formell bereits 2014 ausgelaufen. Das Land hatte den Betrieb bei der anschließenden Ausschreibung an ein staatliches Unternehmen vergeben.

Dagegen hatte sich Vattenfall über mehrere gerichtliche Instanzen gewehrt. Im Herbst bot das Unternehmen dann überraschend den Verkauf des Netzes an.

Mitte Juni stimmte das Abgeordnetenhaus der Transaktion und der Kaufsumme von 2,14 Milliarden Euro zu.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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