Nach Brandnacht in Berlin: Polizei nimmt verdächtiges Trio beim Sprayen fest

Berlin - Nach dem Brand von Autos in Berlin-Mitte hat die Polizei in der Nähe drei Verdächtige wegen einer anderen Sachbeschädigung festgenommen.

In Berlin brannten in der Nacht zu Donnerstag, wie hier in Prenzlauer Berg, gleich mehrere Autos.
In Berlin brannten in der Nacht zu Donnerstag, wie hier in Prenzlauer Berg, gleich mehrere Autos.  © Morris Pudwell

Das Trio wurde beim Besprühen einer Wand erwischt. Beweismittel seien beschlagnahmt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Tat soll politisch motiviert gewesen sein.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei 34 und 40 Jahre alte Frauen sowie einen 43 Jahre alten Mann, wie die Polizei mitteilte.

Ob sie zwei Luxusautos in der Hannoverschen Straße und in der Neuen Schönhauser Straße angezündet haben, wird untersucht.

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Am Donnerstag hatte die linke Szene stadtweit Proteste gegen die Räumung der linken Kiezkneipe "Meuterei" in Kreuzberg angekündigt. Auch an anderen Orten in Berlin brannten Autos. Ein Zusammenhang mit den Protesten wird geprüft.

Die Polizei beschäftigen auch weitere Autobrände. Zusammen mit den beiden Luxusautos wurden in Mitte, Lichtenberg, Reinickendorf, Gesundbrunnen, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und in Kreuzberg laut Polizei neun Autos angezündet.

Sechs weitere wurden durch die Flammen beschädigt, sagte ein Polizeisprecher. Alle Brände ereigneten sich den Angaben zufolge in der Zeit von 20.50 Uhr bis 5.30 Uhr.

In der Gotlindestraße in Lichtenberg wurde der Transporter eines großen Bauunternehmens angezündet, in der Brusebergstaße in Reinickendorf das Auto eines Immobilienkonzerns. In beiden Fällen ermittelt der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt.

Titelfoto: Morris Pudwell

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