Nach Gewaltvideo: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen syrischen YouTuber

Potsdam - Künstlerische Freiheit oder Straftat? Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen den syrischen Filmemacher Fayez Kanfash (23) aus Luckenwalde (Teltow-Fläming) wegen eines bei YouTube veröffentlichten Gewaltvideos.

Szenen aus dem Gewaltvideo, das Fayez Kanfash (23) bei YouTube veröffentlichte. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen gegen den syrischen YouTuber aufgenommen.
Szenen aus dem Gewaltvideo, das Fayez Kanfash (23) bei YouTube veröffentlichte. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen gegen den syrischen YouTuber aufgenommen.  © Screenshot/YouTube/Fayez Kanfash

"Wir ermitteln wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz", sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Die Ermittlungen gegen den YouTuber waren auch Thema im Rechtsausschuss des Landtages.

Mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen wollte Justizministerin Susanne Hoffmann (60, CDU) keine Details bekannt geben.

Kaum zu glauben: Auto in zwei Teile gerissen, Fahrer bleibt fast unverletzt!
Berlin Unfall Kaum zu glauben: Auto in zwei Teile gerissen, Fahrer bleibt fast unverletzt!

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden Datenträger bei dem Filmemacher beschlagnahmt.

In dem Video wird gezeigt, wie Täter in einem Waldstück als Polizisten markierte Darsteller jagen, dann wird die Erschießung der Ordnungshüter gespielt.

Die Staatsanwaltschaft machte zunächst keine Angaben dazu, ob es sich in dem Video tatsächlich um echte Waffen handelte.

Kanfash hatte bereits zuvor mit einem Video für Schlagzeilen gesorgt, in dem er einen Mann, der eine Maske des französischen Präsidenten Emmanuel Macron (43) trug, gefesselt hinter sich herzog und dabei beschimpfte und andeutungsweise schlug.

Nach der Veröffentlichung des Gewaltvideos provozierte er mit einer weiteren Aktion. Dabei ließ er auf dem Berliner Alexanderplatz Jugendliche dreimal den Koran küssen und versprach ihnen dafür iPhones und MacBooks. Eigener Aussage zufolge sei Kanfash jedoch kein Islamist.

Titelfoto: Screenshot/YouTube/Fayez Kanfash

Mehr zum Thema Berlin: