Nach knapp 20 Jahren: Berlin verbeamtet wieder Lehrer

Berlin - Neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer werden in Berlin nach fast zwei Jahrzehnten Unterbrechung erstmals wieder verbeamtet.

Geplant ist ein Grußwort der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (44, SPD), die sich im Wahlkampf im vergangenen Jahr klar für die Verbeamtung ausgesprochen hatte.
Geplant ist ein Grußwort der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (44, SPD), die sich im Wahlkampf im vergangenen Jahr klar für die Verbeamtung ausgesprochen hatte.  © Fabian Sommer/dpa

Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (64, SPD) und Bildungsstaatssekretär Alexander Slotty 838) überreichen am Donnerstag (14 Uhr) die Ernennungsurkunden.

Zum Start sollen nach Angaben der Bildungsverwaltung rund 220 Pädagoginnen und Pädagogen verbeamtet werden. Die große Mehrzahl von ihnen wird bei dem Festakt im Veranstaltungszentrum Station Berlin in Kreuzberg erwartet.

Geplant ist ein Grußwort der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (44, SPD), die sich im Wahlkampf im vergangenen Jahr klar für die Verbeamtung ausgesprochen hatte.

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Der Senat will damit dem Lehrkräftemangel in der Hauptstadt entgegenwirken. Berlin hatte die Lehrerverbeamtung 2004 abgeschafft - und war zuletzt das einzige Bundesland, das daran festhielt. Auch in der SPD hatte es lange eine Mehrheit gegen die Verbeamtung gegeben.

Giffey wie Busse haben immer wieder argumentiert, Berlin verliere dadurch viele Lehrkräfte, die es für die Verbeamtung in andere Bundesländer ziehe. Wie viele Lehrerinnen und Lehrer sich die Hauptstadt durch die Rückkehr zur Verbeamtung sichern kann, gilt als umstritten.

Kritiker wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) glauben nicht daran, dass der Lehrermangel, der in Berlin seit Jahren chronisch ist, sich auf diese Weise beheben

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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