"Operation Gartenhaus": Großrazzia gegen Kinderpornografie

Berlin - Schlag gegen Kinderpornografie! Die Berliner Kriminalpolizei ist mit einer Razzia in mehreren Bundesländern gegen zahlreiche Konsumenten von Kinderpornografie vorgegangen.

Polizisten laufen bei einer Razzia zurück zu ihren Einsatzfahrzeugen. Am Mittwoch wurden in vier Bundesländern Razzien gegen Konsumenten von Kinderpornografie durchgeführt. (Symbolfoto)
Polizisten laufen bei einer Razzia zurück zu ihren Einsatzfahrzeugen. Am Mittwoch wurden in vier Bundesländern Razzien gegen Konsumenten von Kinderpornografie durchgeführt. (Symbolfoto)  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Bereits im April und November 2019 hatte die Berliner Polizei Räume eines 47-jährigen Mannes, der Kinderpornografie besessen und verbreitet haben soll, durchsucht. Bei der Auswertung der Daten auf beschlagnahmten Computern oder Telefonen stießen die Experten vom Landeskriminalamt auf Hinweise zu weiteren Tätern.

Ab 6 Uhr morgens wurden am Mittwoch daraufhin 15 Wohnungen im Rahmen der "Operation Gartenhaus" durchsucht, wie die Polizei mitteilte. Elf Durchsuchungen erfolgten in Berlin, weitere vier in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

Die betroffenen Wohnungen in Berlin liegen in den Bezirken Wilmersdorf, Friedrichshain, Kreuzberg, Pankow, Neukölln, Reinickendorf, Schöneberg und Spandau.

Bei einer Razzia in Berlin leistete einer der mutmaßlichen Täter Widerstand, wobei ein Polizist verletzt wurde. In der Hauptstadt waren 66 Einsatzkräfte der Polizei und eine Staatsanwältin an der Aktion beteiligt, in den anderen Bundesländern insgesamt 16 Polizeibeamte.

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin informiert bei Twitter über die "Operation Gartenhaus"

Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Datenträger wie Computer und Telefone sowie Drogen, eine Waffe und ein Messer. 14 Verdächtige im Alter von 30 bis 47 Jahren sollen kinderpornografische Fotos und Filme sowie Erfahrungen über den sexuellen Missbrauch von Kindern ausgetauscht haben.

Einige sollen auch kinderpornografische Filme im Rahmen sogenannter Sexpartys vorgeführt oder angesehen und dabei Drogen konsumiert haben.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

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