Morgen eröffnet der Pannenflughafen BER: Das sind die größten Peinlichkeiten

Berlin - Wenn zu viele Köche am Herd stehen, kann viel schief gehen. Das war auch auf der BER-Baustelle so. Hunderte Firmen arbeiteten mit, den Verantwortlichen entglitt die Kontrolle, Streit kam hinzu.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup kann den neuen Hauptstadtflughafen endlich eröffnen.
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup kann den neuen Hauptstadtflughafen endlich eröffnen.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Am 31. Oktober  ist der Spuk endlich vorbei. Der neue Haupstadtflughafen BER kann endlich eröffnen - nach neun Jahren Verspätung! Das sind die größten Peinlichkeiten:

DAS LICHT GEHT NICHT AUS: Damit überraschte der Flughafen 2013. Es gab Probleme mit der Leittechnik, wo nach Umplanungen immer wieder angeflickt wurde.

DIE ROLLTREPPEN SIND ZU KURZ: Zwei feste Treppen folgten am Bahnhofsausgang auf die Rolltreppen, sie waren zu kurz bestellt worden. Über den Austausch wurden Flughafen und Bahn lange nicht einig.

DER RAUCH MUSS DURCH DEN KELLER: Bei Feuer geht ein Teil des Rauches durch den Keller nach außen. Das sorgte für Spott, ist wegen des Unterdrucks aber möglich. 

Die Anlage war über die Jahre aber so groß geraten, dass sie sich nicht mehr steuern ließ. Lösung: Aufteilung und Abluftkamine im Dach.

Flughafen BER eröffnet mit neun Jahren Verspätung

Ein Passagierflugzeug der britischen Fluggesellschaft Easyjet wird über das Vorfeld am Terminal 1 vom Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg "Willy Brandt" (BER) gezogen.
Ein Passagierflugzeug der britischen Fluggesellschaft Easyjet wird über das Vorfeld am Terminal 1 vom Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg "Willy Brandt" (BER) gezogen.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

DIE TÜREN SIND FALSCH NUMMERIERT: Jeder dritte der 4000 Räume im Terminal trug nach Umplanungen eine falsche Nummer - und war etwa für Rettungsdienste nicht zu finden. 2014 ging die Flughafengesellschaft das Problem an.

IM TERMINAL HERRSCHT KABELSALAT: Mit den Erweiterungen in der Bauphase kamen immer mehr Leitungen auf die Kabeltrassen, was wegen Hitzebildung riskant sein kann. Kabel führten auch durch Kanäle mit Hauptleitungen für Wärme, Kälte und Wasser. Teilweise fehlten Pläne.

VERTRAULICHE UNTERLAGEN IM MÜLL: Ordnerweise Baupläne lagen 2014 in einem Abfallcontainer auf offener Straße in Berlin. Es gab auch Hochstapelei und Schmiergeld-Affären am BER.

MONITORE LAUFEN UND LAUFEN: 750 Bildschirme im BER waren jahrelang in Betrieb, zeigten Flugziele und Schalternummern - bis die Monitore schrottreif waren und entsorgt wurden.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa,

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