Trotz Bedarf: Weniger Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien

Berlin – In Brandenburg sind nach den jüngsten Zahlen zuletzt etwas weniger Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien untergebracht gewesen als in den Jahren zuvor.

Eltern sitzen mit ihrem (Pflege-)Kind auf einer Decke auf einer Wiese. (Symbolbild)
Eltern sitzen mit ihrem (Pflege-)Kind auf einer Decke auf einer Wiese. (Symbolbild)  © 123 RF/ Dmitrii Shironosov

2018 waren demnach 2199 Kinder und Jugendliche in Vollzeitpflege, wie das Jugendministerium auf Basis von Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte.

2017 waren es laut Statistik 2236, und 2016 zählten 2221 in diese Kategorie. Zwar könne es vorkommen, dass Pflegefamilien vorhanden sind, die ein Kind aufnehmen wollen, aber noch kein Kind vermittelt werden könne.

Insgesamt sei der Bedarf aber größer als es vorhandene Pflegefamilien gebe, so eine Sprecherin.

Wenn keine Pflegefamilie, dann betreutes Wohnen

Wird für ein Kind keine geeignete Pflegefamilie gefunden, kommt es in eine betreute Wohnform. 2018 waren in Brandenburg laut Ministerium 3870 Kinder und Jugendliche in Heimen und sonstigen betreuten Wohnformen untergebracht. Das ist innerhalb von drei Jahren ein erster leichter Rückgang. Im Jahr zuvor waren es 4006 Kinder und Jugendliche. 2016 waren es 3293 und 2015 demnach 3880.

Kinder kommen dann in Pflegefamilien, wenn sie nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, beispielsweise, wenn diese alkoholabhängig sind. Bei der Pflege bleibt das Sorgerecht, anders als bei einer Adoption, in der Regel bei den leiblichen Eltern oder beim Jugendamt.

Titelfoto: 123 RF/ Dmitrii Shironosov

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