Bei Gedenkveranstaltung zum Weltkriegsende: Polizei verbietet ukrainische Flaggen

Berlin - Die Berliner Polizei hält anlässlich des Gedenkens zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa vor 77 Jahren an den Auflagen für 15 ausgewählte Gedenkorte fest - trotz Kritik unter anderem vom ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk.

Ukrainische Flaggen können zwar weiterhin in Berlin gezeigt werden, bei den Gedenkveranstaltungen aber nicht.
Ukrainische Flaggen können zwar weiterhin in Berlin gezeigt werden, bei den Gedenkveranstaltungen aber nicht.  © Christoph Soeder/dpa

Am Sonntag und am Montag seien an jenen Orten "keinerlei Flaggen und militärische Symbole erlaubt", bekräftigte die Polizei am Samstag. Das Verbot gelte indes nicht für Diplomatinnen und Diplomaten sowie für Veteranen des Weltkriegs.

In Berlin sind am 8. und 9. Mai zahlreiche Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen geplant.

An allen anderen öffentlichen Orten sei das Tragen ukrainischer Flaggen an diesen beiden Tagen weiterhin "grundsätzlich erlaubt", betonte die Polizei am Samstag. So hatte es die Behörde bereits am Freitag verordnet.

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Durch manche Darstellung habe aber der Eindruck entstehen können, dass das Tragen etwa von ukrainischen Flaggen in Berlin an diesen beiden Tagen generell verboten sei. Das sei nicht der Fall, hieß es.


Unter anderem der ukrainische Botschafter in Deutschland hatte die Berliner Polizei dazu aufgefordert, Auflagen für Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen an diesen beiden Tagen rückgängig zu machen. "Liebe Regierende Bürgermeisterin @FranziskaGiffey, diese skandalöse Entscheidung der @polizeiberlin muss WIDERRUFEN werden", schrieb Melnyk auf Twitter.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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