Berliner Linke umgarnt SPD mit Käsekuchen! Grätscht die CDU dazwischen?

Berlin - In der Hauptstadt standen am Donnerstag weitere Sondierungsgespräche zur Bildung der neuen Regierung Berlins an. Das geht natürlich nicht ohne Käsekuchen, dachte sich offenbar die Linke!

Schon beim ersten gemeinsamen Sondierungsgespräch zwischen SPD und Linke herrschte gute Laune. Die zweite Runde soll wohl noch besser gewesen sein.
Schon beim ersten gemeinsamen Sondierungsgespräch zwischen SPD und Linke herrschte gute Laune. Die zweite Runde soll wohl noch besser gewesen sein.  © Jörg Carstensen/dpa

Nach ihrem zweiten Sondierungsgespräch zur Regierungsbildung mit der SPD setzt die Berliner Linke nun auf eine Fortsetzung zu dritt gemeinsam mit Sozialdemokraten und Grünen.

Sie hoffe, "dass wir jetzt bald möglichst in eine Dreier-Sondierung gehen werden, das gehört natürlich auch dazu", sagte die Landesvorsitzende Katina Schubert (59) am Donnerstag nach dem Treffen. "Und alles Weitere werden wir dann sehen."

Eine Fortsetzung der 2016 gebildeten Koalition aus SPD, Linken und Grünen sei immer das Ziel ihrer Partei gewesen, so Schubert. "Und da arbeiten wir beharrlich dran."

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Der Spitzenkandidat der Linken bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September, Kultursenator Klaus Lederer (47), beschrieb die Stimmung in dem rund zweieinhalbstündigen Gespräch mit der SPD als "freundlich und konstruktiv".

Sie sei sogar "noch freundlicher und konstruktiver" gewesen als bei der ersten Sondierungsrunde beider Parteien. "Man lernt sich ja auch immer besser kennen", fügte Schubert hinzu. Beide Politiker merkten noch an, dass die Linken zu der Unterredung mit der SPD selbst gebackenen Käsekuchen mitgebracht hätten.

CDU-Chef Kai Wegner hofft auf einen Neustart für Berlin mit der Deutschland-Koalition

CDU-Chef Kai Wegner (49) hat noch nicht aufgegeben. Er will, dass die Union gemeinsam mit SPD und FDP regiert.
CDU-Chef Kai Wegner (49) hat noch nicht aufgegeben. Er will, dass die Union gemeinsam mit SPD und FDP regiert.  © Fabian Sommer/dpa

Gegen Mittag setzte der Wahlsieger SPD mit der designierten Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (43) die Gespräche mit der CDU fort. Auch Grüne und FDP trafen sich zum Sondieren. Für Freitag werden wichtige Weichenstellungen erwartet.

Parteigremien von SPD und Grünen wollen dann entscheiden, mit welchen anderen Parteien sie in Dreier-Konstellation weitere Sondierungsgespräche führen wollen. Koalitionsverhandlungen sind das dann aber noch nicht.

CDU-Chef Kai Wegner (49) hat derweil für eine Koalition seiner Partei mit dem Wahlsieger SPD und mit der FDP geworben. "Einen echten Neustart gibt es in dieser Stadt nur mit einer Deutschland-Koalition", sagte er am Donnerstag vor dem Treffen mit der SPD.

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Auf die Frage, ob er noch Hoffnung habe, dass die SPD hier mitzieht, bemerkte Wegner: "Sonst wären wir ja nicht hier. Wir reden ergebnisoffen auch mit den Sozialdemokraten. Wir treten an für einen Neustart, wir sehen viele Übereinstimmungen."

Die SPD mit der designierten Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey kann also verschiedene Dreierbündnisse unter ihrer Führung schmieden.

Titelfoto: Montage: Jörg Carstensen/dpa, Fabian Sommer/dpa (Bildmontage)

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